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Archiv für September 2009

Üble Verarsche der Jungen Union

Okay, man muss die Junge Union ja nicht unbe­d­ingt super­toll finden, aber welcher Scherzkeks hat es denn für nötig emp­fun­den, sie soooo durch den Kakao zu ziehen?

Der Gang durch eine automatische Tür

Franz Beckenbauer über Intellektuelle

[via]

Das Geheimnis des Schwarzwilds

Was mich eigentlich schon immer inter­essiert hat, ist die Frage, wann und wo so Pärchen auf die Idee gekom­men sind, sich zusät­zlich zu stim­ulieren. Ich glaube ja, dass Adam und Eva noch nicht so die Stim­ulierungss­chwierigkeiten hat­ten. Vielle­icht war das Ganze über­haupt noch nicht in größerem Aus­maß Thema in der Frühzeit. Aber wann startete das wohl und womit?

Hat ein Mann mal etwas neues geschnup­pert oder gegessen und machte es gle­ich *Bing­BangK­lin­gelin­geling*? Hat die Frau gemeint, sie müsse das Essver­hal­ten des Mannes ändern für sein sex­uelles Inter­esse und hat die Mit­tags­mahlzeiten umgestellt? Hat sie das Bier versteckt?

Heutzu­tage wis­sen wir ja seit dem bewegten Mann, was für imposante Wirkun­gen Zucht­bul­len­tropfen mit sich brin­gen. Von Via­gra und anderen Pillen mal ganz zu schweigen. Momoironokumo hat nun ihre eigene Tak­tik her­aus­ge­fun­den, für ein wenig Stim­u­lanz zu sorgen:

wildschweinstreichelzoo

Tur­nen die Wild­schweine an? Geht vom Stre­icheln das Bedürf­nis nach mehr aus? Oder schnei­det man im Ver­gle­ich zu den Tieren ein­fach optisch besser ab? Sobald mir irgend­je­mand erk­lären kann, worin die genaue Stim­u­lanz liegt, die in Wildschwein-Zoos zum tra­gen kommt, bitte ich um Rückmeldung.

Vagina power and Penis power

Das Gegen-Manifest

Das Berliner Journalismus-Manifest ist gut gemeint und schlecht for­muliert. Viel zu schlecht, als dass man so den Ver­fassern abnehmen würde, sie seien im Jour­nal­is­mus son­der­lich her­aus­ra­gend. Und zumin­d­est diese Hürde hätte man sehen­den Auges über­sprin­gen müssen.

nullen

Jetzt ret­tet man sich auf All­ge­mein­plätze, dass man ja wenig­stens eine Diskus­sion angeregt habe. Aber diese Diskus­sion bestand schon zuvor. Disku­tiert wird ja ger­ade nur, wer da in wessen Namen was über­haupt vertreten möchte. Man stellt sich in die Ecke der Du-bist-Deutschland-Kampanger, der Kern­ers dieser Welt.

Da hilft es nichts zu sagen, man habe nur Behaup­tun­gen aufgestellt. Das ist eine Form der Feigheit, die dem Text gle­ich zu Beginn die Ern­sthaftigkeit nimmt: Wir haben nicht gesagt, wir verkün­den die Wahrheit, wir haben nur mal fix braingestormt.

manifest

Um zu zeigen, wie schwach diese Behaup­tun­gen sind, habe ich ein­fach mal die entsprechen­den Gegen­be­haup­tun­gen aufge­führt, sofern den Punk­ten nicht von alleine die Luft ausging.

1. Das Inter­net ist anders.
– Das Inter­net ist ein nor­males Medium. Die Nutzer wehren sich nur gegen Vere­in­nah­mung.

2. Das Inter­net ist ein Medi­en­im­perium in der Jack­en­tasche.

– Das Inter­net ist kein Medi­en­im­perium.

3. Das Inter­net ist die Gesellschaft ist das Inter­net.

– Das Inter­net ist nicht die Gesellschaft.

4. Die Frei­heit des Inter­net ist unan­tast­bar.

– Die “Frei­heit des Inter­nets” ist (bspw. in China) dur­chaus antast­bar.

5. Das Inter­net ist der Sieg der Infor­ma­tion.

– Das Inter­net ist das Überange­bot von Infor­ma­tion. Infor­ma­tion ist ein Sam­mel­be­griff. Sam­mel­be­griffe kön­nen nicht “siegen”.

6. Das Inter­net verbessert den Jour­nal­is­mus.

– Das Inter­net ver­wässert den Jour­nal­is­mus. Die neuen Fron­ten im Inter­net brechen aber offen­bar Verkrus­tun­gen bei Ver­legern auf.

7. Das Netz ver­langt Ver­net­zung.

– Das Netz ver­langt gar nichts.

8. Links lohnen, Zitate zieren.

– Links lohnen nicht. Ver­link­t­sein lohnt.

9. Das Inter­net ist der neue Ort für den politschen Diskurs.

– Im Inter­net kann man Sachver­halte darstellen. Diskurse sehen anders aus.

10. Die neue Presse­frei­heit heißt Mei­n­ungs­frei­heit.

– Presse­frei­heit heißt nach wie vor Presse­frei­heit.

11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Infor­ma­tion.

– Selb­stver­ständlich gibt es Too much infor­ma­tion. s. 5., s. 6.

12. Tra­di­tion ist kein Geschäftsmod­ell.

– Selb­stver­ständlich sind tra­di­tionell ori­en­tierte Geschäftsmod­elle Geschäftsmod­elle.

13. Im Inter­net wird das Urhe­ber­recht zur Bürg­erpflicht.

– Das Inter­net gener­iert keine Pflichten, schon gar keine Bürgerpflichten.

14. Das Inter­net kennt viele Währun­gen.
15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.

– Geschwurbel. Vgl.. Video killed the radio star.

16. Qual­ität bleibt die wichtig­ste Qual­ität.

– Nicht Qual­ität, Ver­net­zt­sein bleibt die wichtig­ste Qualität.

17. Alle für alle.
– Alle alle.

Und über­haupt: Man­i­festiert hat dieser Text gar nichts.

Kri­tik an der Kritik:

Es gibt Kri­tik an der Kri­tik des Man­i­festes. Es sei oft­mals zu aus­ge­lassenem Hass gegenüber den Ver­fassern gekom­men. Das ist bedauer­lich, ich habe diesen Hass aber nicht gese­hen, ich lese aber auch nicht sämtliche Kom­mentare der einzel­nen Blogs.
Die patzige Rep­lik, Kri­tiker kön­nten doch zeigen, wie es denn besser geht, missver­steht erneut die Rolle eines Kri­tik­ers: Dieser darf sagen, dass ein Bild unschön ist, er muss aber nicht wis­sen, wie man Bilder malt.

Mein Text sollte nur zeigen, dass ein den The­sen ent­ge­gen gerichtetes Man­i­fest ebenso plau­si­bel rüberkom­men kann, es sollte selbst kein Man­i­fest aus­rufen. Genauso ist die Beze­ich­nung “Berliner Internet-Manifest” keine Unter­stel­lung, dass alle Unterze­ich­ner Berliner sind, son­dern, dass es sich hier um eine auf wenige Köpfe begren­zte Dar­legung handelt.

Mitun­terze­ich­ner des ursprünglichen Man­i­festes räumten ein, man hätte nicht unbe­d­ingt von einem “Internet-Manifest” reden sollen, son­dern nur von Behaup­tun­gen über Jour­nal­is­mus; sprich weder von Inter­net, noch von Man­i­fest. Wenn die Autoren also schon eingeste­hen, dass sie die Bedeu­tung der Anfangsworte nicht genau auf dem Schirm hat­ten, muss die Frage erlaubt sein, ob sie denn den Rest auf dem Schirm hat­ten, und was genau dieser Rest ist. Eine solche Kri­tik aufzustellen ist berechtigt und kommt ohne Angriffe auf irgen­deine Per­son aus.
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Lesenswert:

Bloggen für den Welt­frieden:  Das Man­i­fest gegen das Man­i­fest und gegen das Gegen-Manifest
Don Dahlmann: Die fehlende Brücke
Dragstrip­girl: Das Internet-Manifest
F!XMBR: Hurra, wir haben ein Internet-Manifest
Freak­show: Blogi­man­i­fest
Julia Seel­iger: Bitte redet über Geld
Malte Weld­ing: Das Internet-Manifest, Adden­dum
MH120480: Das Internet-Manifest und das mh
wirres.net: 17 Behaup­tun­gen

Sie macht es mir im Schlaf

Also ich hör da ein “mir” raus aus dem Refrain, auch wenn es inhaltlich nicht unbe­d­ingt passt. Und warum ruck­elt der so die ganze Zeit? Ach, ich will’s auch gar nicht wissen.

Hartmut macht nicht nur Hunde glücklich

Learn Chinese in 5 Minutes

Learn Chinese in 5 Minutes

Weltherrscher — Fuckshit!

Nach You’re no one if you’re not on twit­ter und Janine, die Twit­terqueen erblickt nun meines Wis­sens der dritte Twitter-Song das Licht dieser Welt und wer anders kön­nte dafür ver­ant­wortlich sein als der Weltherrscher. Meine Damen und Her­ren, hören Sie nun aus dem Album ja, nein, vielle­icht auch nicht das Lied: Fuckshit!

hilfe ich hab voll die twit­teri­tis
hilt mich hier raus
schickt mir arzt oder ne,
besser n admin

fuck­shit!
fuck­shit!
fuck­shit!
fuckshit!

140 zeichen lang sag ich was ich will
küm­mer mich’n dreck ums kor­rekt sein
vrd­mmt unser maul
hal­ten wir schon oft genug

fuck­shit!
fuck­shit!
fuck­shit!
fuckshit!

140 zeichen lang…
140 zeichen lang…

warum twit­tern wir men­schen nur?
keiner hat’ne antwort
mor­gens wird schnell getweetet,
dann erst kaf­fee was sonst…

twit­ter…

ich kann nicht sin­gen, tanzen
oder anders
ich tweete trotz­dem
oder deswegen?

140 zeichen lang
lass ich mirs maul
nicht ver­bi­eten
140 zeichen lang

fuck­shit!
fuckshit!

twit­ter..

will nur noch schreien
twit­ter…
wo ist die kreativ­ität geblieben
twitter..

fuck­shit!

hilfe ich hab voll die twit­teri­tis
hilt mich hier raus
schickt mir arzt oder ne,
besser n admin

fuck­shit!
fuck­shit!
fuck­shit!
fuckshit!

140 zeichen lang sag ich was ich will
küm­mer mich’n dreck ums kor­rekt sein
vrd­mmt unser maul
hal­ten wir schon oft genug

140 zeichen lang…
140 zeichen lang…
und zwar bei twitter..

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