Mindestens 200.000 Migranten im Jahr abschieben fordert einer. Contra aus Plenum: was ist, wenn wir die nicht haben? #AfD #afdbpt

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How to stand a shitstorm

Ich kri­ti­siere Sascha Lobo ab und an wegen der Logik­lö­cher in sei­nen vor­ge­tra­ge­nen Ansich­ten, das soll aber nicht hei­ßen, dass ich ihn als argu­men­tie­rende Per­son ver­werfe, ver­nich­ten möchte oder igno­riere. Manch­mal muss man die guten Dinge in einer Sache halt auch erst ein­mal fin­den.

Zum Bei­spiel hat er einen Vor­trag gehal­ten, der den Titel How to sur­vive a shits­torm trägt, wobei er gleich ein­räumt, dass er die im Titel ange­deu­tete Frage weder behan­delt, noch beant­wor­tet. Was er aber den­noch tut, ist, zwei Dinge her­aus­zu­stel­len:

  1. Bei The­ma­ti­ken, die von öffent­li­chem Inter­esse sind, muss man heut­zu­tage jeder­zeit mit der Mög­lich­keit eines Shits­torms rech­nen.
  2. Mit Leich­tig­keit kann man selbst Teil eines Shits­torms sein.

Man kann sich dem­nach vor­be­rei­ten, inner­halb des mög­li­chen Punk­tes 1. nicht unter­zu­ge­hen, und zwei­tens nicht über Punkt 2 zu stol­pern.

How to navi­gate

Der letzte Shits­torm, den ich durch­ma­nö­verte, fand sich in Face­book statt. Face­book bie­tet einige Mög­lich­kei­ten, den Sturm abzu­schwä­chen. Man kann Dis­kus­sio­nen löschen, Leute aus Grup­pen sper­ren, Mit­tei­lun­gen unsicht­bar machen etc. pp. Das wirk­lich Gute: Man kann mit ein wenig Übung sehr gut ana­ly­sie­ren, wer da genau aus wel­chen Grün­den was pos­tet. So lässt sich geschickt eine ganze Meute len­ken.

In die­sem spe­zi­el­len Shits­torm gaben sich etwa 7 Leute einer sozia­len Gruppe die Klinke in die Hand, hol­ten sich Bei­stand bei wei­te­ren Facebook-​Nutzern und like­ten die eige­nen Bei­träge voll­stän­dig durch.

Nun sollte man auf Likes auf Face­book nichts geben: Sie bedeu­ten kaum etwas, meh­rere Likes auf das­selbe Pos­ting müs­sen nicht das­selbe aus­drü­cken, ein Garant für ein gutes Argu­ment sind sie auch nicht – kurzum: Man ver­passt nichts, wenn man sie ein­fach igno­riert.

Ich ging nun daran, eini­gen aus die­ser Meute Fra­gen zu Behaup­tun­gen zu stel­len, die nicht halt­bar waren. Und schon hier kann man dar­auf ach­ten, bestimm­ten Leu­ten nicht zu ant­wor­ten, so dass diese sich ver­nach­läs­sigt füh­len. Denn so sehr man motzt, man möchte schon wahr genom­men wer­den. Und so ist die Meute schon geteilt: In die­je­ni­gen, denen geant­wor­tet wird, und die­je­ni­gen, denen keine Auf­merk­sam­keit geschenkt wird.

Nun war diese Gruppe nur der luna­tic fringe1. einer Per­son außer­halb die­ser Dis­kus­sion, d.h. es brauchte auf bestimmte Aspekte, die die­ser Gruppe nicht geläu­fig sind, nicht ein­ge­gan­gen wer­den – dadurch wird das Spiel­feld ver­klei­nert. Ande­rer­seits weiß man so, dass der Hori­zont der Gruppe beschränkt ist und spielt den Ball bes­ten­falls in die Region, wo die Gruppe nichts zuzu­set­zen hat.

Das funk­tio­nierte im kon­kre­ten Fall auch wie am Schnür­chen: Auf die Hälfte der Gruppe wurde ein­ge­gan­gen, deren Behaup­tun­gen angreif­bar dar­ge­stellt und vor­ge­führt. Bei aller Mob­haf­tig­keit: Sowas will man auch nicht. Es endete in der Kapi­tu­la­tion und unzu­frie­den und ver­är­gert wurde das Feld geräumt. Mit­ge­nom­men wurde nur, dass man die Gruppe unter Beob­ach­tung nahm.

After the storm

Was ich mit­ge­nom­men habe: 

  1. Stürme sind anstren­gend, aber es lohnt sich zu bestehen. 
  2. Man muss den­noch nicht jeden Sturm mit­neh­men.
  3. Leute, die erregt etwas ins Inter­net pos­ten, kann man aus­brem­sen. Oft­mals mer­ken diese gar nicht, dass sie sich in der Dis­kus­sion ver­he­ben2.
  4. Man darf schrift­li­che Äuße­run­gen im Netz nicht gleich­wer­tig zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen von Ange­sicht zu Ange­sicht set­zen.
  5. Das Ertra­gen eines Mobs sollte nicht zu Mob­bing füh­ren.

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1. Danke für die For­mu­lie­rung an Fluss­kie­sel.
2. John Cleese on Stu­pi­dity

Lesezeichen vom 25. Mai 2015

Guten Morgen

Morgenkaffee

Face­book ist ja auch so ein Krampf, da habe ich dort in einer Gruppe den ers­ten Shits­torm hin­ter mir, aber man gewöhnt sich an, mor­gend­lich da nach dem Rech­ten zu sehen und dann macht man halt nicht andere Dinge, die einem eigent­lich näher lie­gen. Hier also wie­der mal nach mehr als einer Woche der Guten-​Morgen-​Gruß!

In Argen­ti­nien hat doch tat­säch­lich ein Hosen-​Fan sei­nen Sohn Cam­pino getauft.

Nach­dem eine Kolum­nis­tin beim Westfalen-​Blatt einem besorg­ten Vater gera­ten hat, seine Toch­ter nicht mit auf eine Schwulen-​Hochzeit zu neh­men, und es dar­auf­hin einen Shits­torm gab, trennt sich das Westfalen-​Blatt nun von die­ser Kolum­nis­tin.

Wer heute noch nichts vor hat: Auf ARTE läuft um 20 Uhr 15 die Fern­seh­pre­miere von Ich fühl mich Disco mit Chris­tian Steif­fen.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Reicht nicht manch­mal ein Shits­torm? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 21. Mai 2015

Lesezeichen vom 20. Mai 2015

Lesezeichen von heute
  • Nuhr noch pein­lich | Tele­po­lis Die­ter Nuhr wollte beim Land­ge­richt Stutt­gart errei­chen, dass er nicht mehr “Hass­pre­di­ger” genannt wer­den darf. ” “Noi!” sag­ten jedoch die Stutt­gar­ter Rich­ter und lehn­ten den Hal da Lapp du Seggel-​Antrag ab. Der All­machts­gras­dackl solle nicht die Bäh­mulle geben und sich gar mit einem solch brunz­dum­men Anlie­gen zum Lom­baseckel machen. Auch a domms lätta Geschwätz sei in Stutt­gart erlaubt.”
  • Ana­lyse: Ist die Krim wirk­lich rus­sisch? Rus­si­sche Juris­ten dis­ku­tie­ren über die Recht­mä­ßig­keit der Auf­nahme der Krim | bpb “<br><br>
    Es war eine kleine Sen­sa­tion, als die Ver­fas­sungs­recht­le­rin Jelena Luk­ja­nowa, Pro­fes­so­rin an der Rechts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät der Mos­kauer Hig­her School of Eco­no­mics, am 19. März 2015 in der libe­ra­len Zei­tung “Nowaja Gaseta” »in einem lan­gen Arti­kel« die Recht­mä­ßig­keit des Bei­tritts der Krim zur Rus­si­schen Föde­ra­tion ver­neinte. Mit sehr deut­li­chen Wor­ten erklärte sie unter Bezug­nahme auf die popu­läre Losung der Putin-​Anhänger “die Krim ist unser” (“Krim nasch”), warum die Krim nach den rus­si­schen Geset­zen “nicht so ganz unser” (“né sow­sem nasch”) sei. ”
  • Westfalen-​Blatt – Stel­lung­nahme zum kri­ti­sier­ten Arti­kel… Hoch­zeits­ge­sell­schaft reagiert per Foto auf homo­pho­ben Zei­tungs­ar­ti­kel.

fluter-​Video zur Ukrainekrise

Lesezeichen vom 19. Mai 2015

Lesezeichen vom 18. Mai 2015

Lesezeichen vom 16. Mai 2015

  • ernst­hafte absich­ten | “„Gefällt mir“-Angaben, die von gefälsch­ten Kon­ten oder Per­so­nen ohne ernst­hafte Absich­ten aus­ge­hen, sind für die Men­schen auf Face­book, Wer­be­trei­bende und Face­book selbst wert­los. “<br><br>
    Ach, Face­book.
  • NPD-​Politiker im EU-​Parlament: Udo Voigt im Por­trät Udo Voigt hat sein Leben in der NPD ver­bracht. Er ver­ach­tet die EU. Doch seit einem Jahr sitzt er im Euro­pa­par­la­ment. Wie hält die Demo­kra­tie so einen aus?

Postmodern Jukebox ft. Morgan James – Barbie Girl

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