Mahlzeit!

Reinhold Galls angebliche Freiheitsrechte

Tja, die SPD ist wohl inhaltlich schon so tot, dass die eige­nen Leute auf ihrem Sarg zu tanzen beginnen:

Ich weiß nicht, was “ver­meintliche Frei­heit­srechte” sind oder wie man auf ver­meintliche Rechte verzichten kann. Das klingt unge­fähr so sin­nvoll, als wolle man als Men­sch auf sein ver­meintliches Recht zu fliegen verzichten. Das Inter­es­sante ist, dass in diesem Satz ein “dadurch” fehlt. So wie er geschrieben wurde, ist nur von einem zeitlichen Aufeian­der­folge die Rede, wenn dies passiert, passiert das.

Sprich: Wenn dieses Wir einen Kinder­schän­der schnappt, gibt Rein­hold Gall seine ver­meintlichen Frei­heit­srechte auf. Die Blö­den haben eine neue Heimat. Oder um es den Hernn sel­ber sagen zu lassen :

Retrogerade DNA-Erfassung

Solche Begriffe sollte man in einer Demokratie wohl auch ken­nen: Die ret­roger­ade DNA-Erfassung ist ein Mit­tel in der Krim­i­nal­is­tik, zu dem Leute ab und an ein­fach so oder bei Straftätern, bei denen ein Richter meint, sie wären weit­er­hin gefährlich, mit Gewalt aufge­fordert werden.

Kurzzeitabonnent

Da bin ich erst vor 5 Tagen Abon­nent von DeCor­re­spon­dent gewor­den, dem nieder­ländis­chen Orig­i­nal zu den Krautre­portern und hab’s schon wieder entabon­niert. Warum? Zunächst war ich doch hel­lauf begeis­tert.

DeCor­re­spon­dent dreht sich, wie sollte es auch anders sein, stark um das Geschehen in den Nieder­lan­den. Das war zu erwarten. Und zwar auf nieder­ländis­che Weise, das heißt, auch sim­ple oder ander­swo bekan­nte Erken­nt­nisse wer­den als welt­be­we­gend dargestellt. Gut, auch das war zu erwarten. Nur inter­essiert mich das nicht, und abseits davon gibt es wenig. Den­noch wäre ich nicht abgeneigt gewe­sen, weiter Abon­nent zu bleiben.

Es störte mich dann nur, dass kein RSS-Feed direkt ange­boten wurde. Den hätte ich schon gerne gehabt. Und dann bin ich auf diese externe Seite gestoßen. Eine Seite, die nahezu alle aktuellen Artikel direkt aufruf­bar und per RSS abon­nier­bar darstellt. Sie sind auch für Nichtabon­nen­ten frei les­bar, weil es Per­so­nen gibt, die das finanzieren. Soweit ich das jetzt richtig ver­standen habe.

Wenn jetzt aber das Abon­nement als Mehrw­ert nur bietet, sämtliche Artikel zu lesen und kom­men­tieren zu kön­nen, was auch nicht über­mäßig geschieht, tja, dann warte ich erst­mal ab, ob es irgend­wann nichts mehr zur gän­zlich freien Ver­fü­gung gibt.

A brief look at texting and the internet in film

Men watch porn with porn stars

A bad lip reading of Obama’s inauguration 2013

How to stand a shitstorm

Ich kri­tisiere Sascha Lobo ab und an wegen der Logik­löcher in seinen vor­ge­tra­ge­nen Ansichten, das soll aber nicht heißen, dass ich ihn als argu­men­tierende Per­son ver­w­erfe, ver­nichten möchte oder ignoriere. Manch­mal muss man die guten Dinge in einer Sache halt auch erst ein­mal finden.

Zum Beispiel hat er einen Vor­trag gehal­ten, der den Titel How to sur­vive a shit­storm trägt, wobei er gle­ich ein­räumt, dass er die im Titel angedeutete Frage weder behan­delt, noch beant­wortet. Was er aber den­noch tut, ist, zwei Dinge herauszustellen:

  1. Bei The­matiken, die von öffentlichem Inter­esse sind, muss man heutzu­tage jed­erzeit mit der Möglichkeit eines Shit­storms rech­nen.
  2. Mit Leichtigkeit kann man selbst Teil eines Shit­storms sein.

Man kann sich dem­nach vor­bere­iten, inner­halb des möglichen Punk­tes 1. nicht unterzuge­hen, und zweit­ens nicht über Punkt 2 zu stolpern.

How to navigate

Der let­zte Shit­storm, den ich durch­manöverte, fand sich in Face­book statt. Face­book bietet einige Möglichkeiten, den Sturm abzuschwächen. Man kann Diskus­sio­nen löschen, Leute aus Grup­pen sper­ren, Mit­teilun­gen unsicht­bar machen etc. pp. Das wirk­lich Gute: Man kann mit ein wenig Übung sehr gut analysieren, wer da genau aus welchen Grün­den was postet. So lässt sich geschickt eine ganze Meute lenken.

In diesem speziellen Shit­storm gaben sich etwa 7 Leute einer sozialen Gruppe die Klinke in die Hand, holten sich Bei­s­tand bei weit­eren Facebook-Nutzern und liketen die eige­nen Beiträge voll­ständig durch.

Nun sollte man auf Likes auf Face­book nichts geben: Sie bedeuten kaum etwas, mehrere Likes auf das­selbe Post­ing müssen nicht das­selbe aus­drücken, ein Garant für ein gutes Argu­ment sind sie auch nicht — kurzum: Man ver­passt nichts, wenn man sie ein­fach ignoriert.

Ich ging nun daran, eini­gen aus dieser Meute Fra­gen zu Behaup­tun­gen zu stellen, die nicht halt­bar waren. Und schon hier kann man darauf achten, bes­timmten Leuten nicht zu antworten, so dass diese sich ver­nach­läs­sigt fühlen. Denn so sehr man motzt, man möchte schon wahr genom­men wer­den. Und so ist die Meute schon geteilt: In diejeni­gen, denen geant­wortet wird, und diejeni­gen, denen keine Aufmerk­samkeit geschenkt wird.

Nun war diese Gruppe nur der lunatic fringe1. einer Per­son außer­halb dieser Diskus­sion, d.h. es brauchte auf bes­timmte Aspekte, die dieser Gruppe nicht geläu­fig sind, nicht einge­gan­gen wer­den — dadurch wird das Spielfeld verklein­ert. Ander­er­seits weiß man so, dass der Hor­i­zont der Gruppe beschränkt ist und spielt den Ball besten­falls in die Region, wo die Gruppe nichts zuzuset­zen hat.

Das funk­tion­ierte im konkreten Fall auch wie am Schnürchen: Auf die Hälfte der Gruppe wurde einge­gan­gen, deren Behaup­tun­gen angreif­bar dargestellt und vorge­führt. Bei aller Mob­haftigkeit: Sowas will man auch nicht. Es endete in der Kapit­u­la­tion und unzufrieden und verärg­ert wurde das Feld geräumt. Mitgenom­men wurde nur, dass man die Gruppe unter Beobach­tung nahm.

After the storm

Was ich mitgenom­men habe:

  1. Stürme sind anstren­gend, aber es lohnt sich zu bestehen.
  2. Man muss den­noch nicht jeden Sturm mitnehmen.
  3. Leute, die erregt etwas ins Inter­net posten, kann man aus­brem­sen. Oft­mals merken diese gar nicht, dass sie sich in der Diskus­sion ver­heben2.
  4. Man darf schriftliche Äußerun­gen im Netz nicht gle­ich­w­er­tig zu Auseinan­der­set­zun­gen von Angesicht zu Angesicht setzen.
  5. Das Ertra­gen eines Mobs sollte nicht zu Mob­bing führen.

__________________
1. Danke für die For­mulierung an Flusskiesel.
2. John Cleese on Stupidity

Have you seen a porno?

Postmodern Jukebox ft. Morgan James — Barbie Girl

Wie Facebook unliebsame Spotted-Seiten löscht

Etwas merk­würdi­ges geht da von stat­ten: In meiner Heimat­stadt gibt es Leute, die anonym auf Face­book eine dieser Spotted-Seiten betreiben. Das sind Seiten wo jemand anonym nach jeman­dem suchen kann, der ihm gefällt, oder der ihm die Vor­fahrt ger­aubt hat oder sowas eben. Die Mit­glieder iden­ti­fizieren oft­mals die gesuchten Personen.

Die erste Ver­sion hatte an die 5000 Mit­glieder, dann ver­lor man ange­blich das Pass­wort, was immer das heißen mag. Die zweite Ver­sion hatte auch schon wieder an die 4000 Fans, dann ver­schwand sie von einem auf den anderen Tag. Jemand, der sich als Betreiber aus­gab, schrieb, dass Face­book die Seite gelöscht habe und die Mit­glieder zu einer App-Seite namens Spot­ted trans­feriert habe.

Dies ist heute noch ein­mal passiert, nach­dem die Seite ein drittes Mal instal­liert wurde und an die 3000 Fans gehabt hat. Und in der Tat, die Seite mit der ich diese Spotted-Seite geliked habe, ist auf ein­mal Fan dieser App-Seite namens Spot­ted. Ich habe die Betreiber der Seite daraufhin mal angeschrieben und warte mal, ob es zu einer Antwort kommt.

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