Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.

Blendle

Heute wurde mein Blendle-Zugang freigeschal­tet und ich habe ihn schon mal etwas getestet. Die Ober­fläche sieht unge­fähr so aus:

blendle

Man kann Begriffe set­zen, nach denen Pub­lika­tio­nen durch­sucht wer­den, über die man sich dann auch benachrichti­gen lassen kann, man kann Rubriken abon­nieren oder in Zeitun­gen stör­bern. Man kann sich mit Leuten ver­net­zen und deren Leseze­ichen anschauen. Mir gefällt beson­ders die Durch­such­barkeit der kostenpflichti­gen Artikel nach Stich­worten, das stand mir so bis­lang noch nicht zur Verfügung.

Ich schaue allerd­ings oft erst nach, ob inter­es­sante Artikel nicht frei ver­füg­bar online ste­hen, denn das ist auch oft der Fall, aber mein erster Ein­druck dieses Ser­vices ist sehr gut.

Baby can’t say Mama

Eduard Zimmermann — Auch ich war ein Gauner

Es ist schon ganz inter­es­sant zu lesen, wie Eduard Zim­mer­mann vor dem Zweiten Weltkrieg lebte und nach dem zweiten Weltkrieg ein wenig rum­gaunerte. Aber so schlimm war es dann doch nicht. Dass damals viel gehehlt wurde, machte bes­timmt viele zu Gaunern, die später davon abließen. So ganz spek­takulär will mir das nicht vorkommen.

Dass er danach allerd­ings in hals­brecherischer Art und Weise in Frachträu­men von Schif­fen als blinder Pas­sagier gen Schwe­den schip­perte, beißt sich für mich fast ein wenig mit seinen späteren War­nun­gen in Akten­ze­ichen XY … ungelöst vorm Tram­pen, was etwas bieder daherkam.

Die let­zten 35 Jahre seines Lebens kom­men vielle­icht gen Ende des Buches etwas kurz, aber man gewinnt einen guten Ein­blick in seine Auf­fas­sung der Krim­i­nalsendung, die ihn so berühmt machte. Alles in allem ein unter­halt­samer Blick in eine jüngst ver­gan­gene Zeit.

Thomas Gottschalk — Herbstblond

Auto­bi­ogra­phien unter­liegen immer der Aus­gangss­chwierigkeit, dass der Autor die Sache gar nicht ganz oder gerecht erfasst hat, obwohl er doch selbst meist dabei war. So ist das lei­der auch mit Thomas Gottschalk. Der Erfol­gsmod­er­a­tor von Wet­ten, dass ..? hat kaum eine Erk­lärung für den Erfolg der Sendung, seinen Anteil daran, und kann die unpassenden Ret­tungsver­suche, mit dem man das Pub­likum ver­schreckte, nicht passend ein­schätzen. Was seine Aus­führun­gen zu Jack­ass in diesem Schmöker zu suchen haben — ein einziges Rät­sel. Als zu lesendes Buch ist die erste Hälfte zudem von aus­ge­suchter Lang­weiligkeit: Sein Pub­likum hat ihn immer geliebt. Der Kri­tik­er­anspruch an seine Sofainter­views waren zu hoch. Dass ihm vorge­wor­fen wurde, sich nicht für das Gesagte zu inter­esseren — bei Wet­ten, dass..? wie bei Gottschalk live — das scheint er nicht erfasst zu haben.

Da ist das Hör­buch wesentlich besser, das legt man nicht so schnell weg. Tiefe gewinnt das auch nicht, aber immer­hin hat man am Ende eine Kreisler-Interpretation Gottschalks, die noch das beste am ganzen Hör­buch ist. Das erin­nerte mich dann auch an eine Episode in Gottschalks Leben, die er unter den Tisch fallen lässt: Das pein­liche What hap­pened to Rock ‘n’ Roll. Das war kein Rock ‘n’ Roll, das war unge­lenk, unrockig und unpassend. Man merkte damals, dass er kein Gespür hatte, ob das, was er cool fand, in dieser Form auch cool war. Und dass er damit auch nicht überzeugte, so sehr die Fernsehna­tion ihn liebte.

Im zweiten Teil des Buches kommt Gottschalk besser in Fahrt, wenn er Dieter Bohlen kri­tisiert. Das ist tre­f­fend und infor­ma­tiv. Dass er seine Vor­abend­show besser alleine hin­bekom­men hätte und dass das For­mat School’s out irgend­wie bemerkenswert wäre, das sind Gedanken, die man ihm lassen kann, sie inter­essieren sonst kaum jemanden.

Aber wenn man Gottschalk vor­lesen hört, ist er zweifeil­sohne der sym­pa­this­che Thom­mie, da ist er nahe dran an dem Gottschalk, den Fernse­hdeutsch­land so liebte: Der­jenige, der über­raschend in irgendwelche Sit­u­a­tio­nen gewor­fen wird, aus denen er sich mit Humor, dem richti­gen Gespür für die Sit­u­a­tion, dem passenden Ton, einem Lächeln und guter Laune her­auswindet. Ist es wirk­lich so schwer, daraus heutzu­tage eine Fernsehsendung zu machen?

Reinhold Galls angebliche Freiheitsrechte

Tja, die SPD ist wohl inhaltlich schon so tot, dass die eige­nen Leute auf ihrem Sarg zu tanzen beginnen:

Ich weiß nicht, was “ver­meintliche Frei­heit­srechte” sind oder wie man auf ver­meintliche Rechte verzichten kann. Das klingt unge­fähr so sin­nvoll, als wolle man als Men­sch auf sein ver­meintliches Recht zu fliegen verzichten. Das Inter­es­sante ist, dass in diesem Satz ein “dadurch” fehlt. So wie er geschrieben wurde, ist nur von einem zeitlichen Aufeian­der­folge die Rede, wenn dies passiert, passiert das.

Sprich: Wenn dieses Wir einen Kinder­schän­der schnappt, gibt Rein­hold Gall seine ver­meintlichen Frei­heit­srechte auf. Die Blö­den haben eine neue Heimat. Oder um es den Hernn sel­ber sagen zu lassen :

Retrogerade DNA-Erfassung

Solche Begriffe sollte man in einer Demokratie wohl auch ken­nen: Die ret­roger­ade DNA-Erfassung ist ein Mit­tel in der Krim­i­nal­is­tik, zu dem Leute ab und an ein­fach so oder bei Straftätern, bei denen ein Richter meint, sie wären weit­er­hin gefährlich, mit Gewalt aufge­fordert werden.

Kurzzeitabonnent

Da bin ich erst vor 5 Tagen Abon­nent von DeCor­re­spon­dent gewor­den, dem nieder­ländis­chen Orig­i­nal zu den Krautre­portern und hab’s schon wieder entabon­niert. Warum? Zunächst war ich doch hel­lauf begeis­tert.

DeCor­re­spon­dent dreht sich, wie sollte es auch anders sein, stark um das Geschehen in den Nieder­lan­den. Das war zu erwarten. Und zwar auf nieder­ländis­che Weise, das heißt, auch sim­ple oder ander­swo bekan­nte Erken­nt­nisse wer­den als welt­be­we­gend dargestellt. Gut, auch das war zu erwarten. Nur inter­essiert mich das nicht, und abseits davon gibt es wenig. Den­noch wäre ich nicht abgeneigt gewe­sen, weiter Abon­nent zu bleiben.

Es störte mich dann nur, dass kein RSS-Feed direkt ange­boten wurde. Den hätte ich schon gerne gehabt. Und dann bin ich auf diese externe Seite gestoßen. Eine Seite, die nahezu alle aktuellen Artikel direkt aufruf­bar und per RSS abon­nier­bar darstellt. Sie sind auch für Nichtabon­nen­ten frei les­bar, weil es Per­so­nen gibt, die das finanzieren. Soweit ich das jetzt richtig ver­standen habe.

Wenn jetzt aber das Abon­nement als Mehrw­ert nur bietet, sämtliche Artikel zu lesen und kom­men­tieren zu kön­nen, was auch nicht über­mäßig geschieht, tja, dann warte ich erst­mal ab, ob es irgend­wann nichts mehr zur gän­zlich freien Ver­fü­gung gibt.

A brief look at texting and the internet in film

Men watch porn with porn stars

A bad lip reading of Obama’s inauguration 2013

September 2015
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Aug    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  
Pinnwand
Vor 5 Jahren
Seite 1 von 12112345...102030...Letzte »