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Adriana Altaras — Doitscha

buchleser Dieses Buch hat mich doch sehr irri­tiert. Es wird von Kri­tik­ern dur­chaus gelobt, nur kann ich dem nichts abgewin­nen. Eine jüdis­che Mut­ter hat ihr Fam­i­lien­leben, dass von der ener­gis­chen Auseinan­der­set­zung ihres Sohnes David mit dem mün­ster­ländis­chen Vater geprägt ist, zu organ­isieren. Hier­brei tre­f­fen Tem­pera­ment und Iden­titäts­find­ung aufeinan­der.
Es fehlt dem Buch an sprach­lichem Niveau, wobei es nicht boden­los schlecht for­muliert ist, nur eben reizarm, nicht erhel­lend, platt. Es ist eine Art Gaby Hau­upt­mann für eine jüdis­che Pro­tag­o­nistin. Wenn diese allerd­ings jüdisch als genetisch vererbt betra­chtet und auch sonst jüdisch eher ein Acces­soir als Überzeu­gung ist, verkommt die ganze Geschichte zu Plapperei.

Rap Battle: Oprah vs. Ellen

Monster energy drinks are the work of Satan

Die fehlende Stimme

In Deutsch­land startet ein neuer Nachricht­ensender, der den Anspruch erhebt, das bish­erige jour­nal­is­tis­che Feld um eine fehlende Stimme zu erweit­ern. Dem vom rus­sis­chen Staat haupt­säch­lich finanzierten Sender Kri­tis­ches Rus­s­land (kRud) wird dur­chaus zuge­traut, bes­timmte Ziel­grup­pen zu erre­ichen. Unser Reporter Har­ald Tribüne sprach mit dem Chefredak­teur von kRud, Herrn Wada Iknow.

Harald TribüneHerr Iknow, Kri­tis­ches Rus­s­land soll die deutsche Pres­se­land­schaft erweit­ern, was fehlt ihr denn?

Wir haben fest­gestellt, dass die Bere­itschaft für Infor­ma­tion­süber­mit­tlung von Staatlich­snachrichten nicht so gut funk­tion­iert wie bei uns. Wir haben beim Duis­burger Zoo nachge­fragt, ob Genosse Putin ein­mal kurz vor­bei schauen kön­nte, um im Affenkä­fig als inter­na­tionalem Fit­ness­be­weis an Lia­nen seine muti­gen Klet­terkün­ste vorzuzeigen, aber das wollte man den Affen nicht zumuten. Aber gut, machen wir Infor­ma­tion­ssendung ohne Tiere.

In ihrer Pressemit­telung sagen Sie, dass dem Jour­nal­is­mus eine fehlende Stimme zuge­ord­net wer­den soll, befindet sich der kri­tis­che Jour­nal­is­mus in Deutsch­land so in der Krise?

Ja, sehen Sie: Auch Kri­tik braucht eine Gegen­stimme. Das ist unser Anspruch.

Dem Sie aber nur insofern nachkom­men, als dass Sie alles auf Mei­n­ungsniveau nievellieren.

Wir hal­ten unsere Ziel­gruppe für stark genug, um sich aus dem Port­fo­lio selbst eine Mei­n­ung zu bilden.

Wobei Sie selbst kein gesamtheitliches Bild anvisieren, son­dern Sie berichten nur über ange­bliche Sachver­hal­ten, die fehlen. Wie wollen sie die aus­machen, wenn sie kein gesamtheitliches Bild zu Grunde legen?

Wir lesen andere Zeitun­gen und die wer­den ja wenig­stens etwas richtig machen kön­nen oder denken Sie nicht?

In diesen Zeitun­gen wer­den die Ver­schwörungs­the­o­retiker, deren Sie sich bedi­enen, ja wohl deswe­gen kaum in sach­lichen Analy­sen dargestellt, weil sie einer kri­tis­chen Darstel­lung eines Sachver­halts nicht dienen.

Auch das gehört zur Wahrheit, finden Sie nicht?

Aber das ist doch schon bekannt. Finden Sie nicht, sie dienen unterm Strich nur der Unter­wan­derung des west­lichen Jour­nal­is­mus’ durch plumpe rus­sis­che Propaganda?

Ja, sehen Sie: Solche Ver­hält­nisse gibt es doch längst. Der Öffentliche Rund­funk in Deutsch­land ist von der Poli­tik ges­teuert und der Nachricht­en­sprecher der Bun­desregierung hat auch kein Prob­lem damit, Jour­nal­is­mus mit Pro­pa­ganda zu tauschen und sich auf 140 Zeichen zu begren­zen. Wir sind insofern auch eine Art Spiegel. Aber eher der von früher, nicht dieses Lifestyle­heft unserer Tage.

Herr Iknow, bis hier­her: Vie­len Dank für das Gespräch.

10 Hours of Princess Leia walking in NYC

The right coordination

I hope no guy is present at that time:

Lokführerstreik

Ich vertrete mir kurz vor dem Essener Haupt­bahn­hof die Füße und tre­ffe auf einen Zug­be­gleiter, der sich ger­ade eine Zigaret­ten­pause gönnt.

Na, mor­gen großer Streiktag?”

- “Na, das wer­den wir mal sehen. Genau weiß noch keiner, was mor­gen los ist. Eigentlich alles ein ganz großer Schwachsinn. Und wenn die sich mor­gen wieder wie beim let­zten Mal zum Grillen verabre­den, die Lok­führer, dann weiß ich nicht, ob das nicht noch ein­mal Ärger gibt.”

Der Vor­sitzende der GDL war ja früher auch Lokführer.”

- “Der war ja schon in der DDR so ein hohes Tier. Aber den Wis­sel­ski oder wie der heißt, den küm­mert es doch einen Scheiss, ob die Leute hin­ter­her 3% mehr oder 5% mehr bekom­men. Sie kön­nen mor­gen aber auf jeden Fall den RE2 nehmen, die fährt.”

Aber wenn nach so einer Ankündi­gung nicht gestreikt wird, macht man sich auch irgend­wie unglaubwürdig.”

- “Ich muss ja sowieso mor­gen antreten, ich darf nicht streiken. Sie kön­nen auch über Biele­feld fahren. Der RE6 fährt auch. Je nach­dem, wohin Sie wollen.”

Nanu? Wieso dür­fen sie nicht streiken?”

- “Ich bin beim Sub­un­ternehmen angestellt. Wir kom­men mor­gen hier zum Bahn­steig, und dann wird uns gesagt, wo wir fahren. Oder wir rauchen uns stun­den­lang eine. Das wird eine Scheisse. In Deutsch­land müssen Sie Mil­lio­nen auf der hohen Kante haben oder sie haben die Arschkarte.”

Ein Sub­un­ternehmen, das ihren Angestell­ten Namenss­childer der Deutschen Bahn zur Ver­fü­gung stellt?”

- “Gut, ne?”

Ganz großes Kino.”

- “Ja, die Bahn ist halt inzwis­chen ein wirtschaft­sori­en­tiertes, nee, warten Sie, wie heißt das noch? Ein kostenop­ti­mieren­des Unternehmen. Ich muss jetzt wieder rein. Schö­nen Abend noch!”

Kaffeeschlürfer 9: Mikroprobe

Tralafitti

Wieso eigentlich steht Pip­fax im Duden und bei der Suche nach Tralafitti kommt sowas:

tralafitti

The unexpected tenuousness

Some­times you get the best new idea’s where you don’t expect them:

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Vor 5 Jahren