Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.

Lesezeichen vom 17. Februar 2014

Lesezeichen von heute
Guten Morgen

Morgenkaffee

Don Alphonso schreibt lesenswert über die Edathy-Affäre und kommt zu dem Schluss, dass nie­mand davon erfahren hätte, hätte sich die Staat­san­waltschaft ann alle rechtlichen Vor­gaben kor­rek­ter Weise gehal­ten. Für Don Alphonso ist der Fall Edathy eine Art Blau­pause für das, was einem bei der Vor­rats­daten­spe­icherung blüht.

Michael Spreng meint, wäre Opper­mann Bun­desmin­is­ter gewor­den, wäre er schon längst weg vom Fenster.

Im Alt­pa­pier lässt sich nach­le­sen, dass man beim SPIEGEL unter einer intellek­tuellen Führungslosigkeit leidet.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist ein frühzeit­iger Rück­tritt nicht eine Chance für einen Poli­tiker? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 15. Februar 2014

Lesezeichen von heute

Was ich noch sagen wollte… zu Edathy und der Schuldfrage

Irgend­wie geht mir das Rumgeeiere der Medien zu aktuellen Affären zunehmend auf den Zeiger. Gestern sah ich die ZDF-Nachrichten und in der 19 Uhr Sendung und der nach­fol­gen­den Spezialsendung hat man es nicht auf die Kette gekriegt, Ver­dachtsmo­mente, Unschuldsver­mu­tung und Gerüchte auseinan­der zu halten.

Auch die FAZ gibt ger­ade die Mel­dung des SPIEGEL über ein Inter­view mit Edathy hält sich weit­er­hin für unschuldig wieder, als ob das so etwas Unein­sichtiges wäre — in rechtlicher Hin­sicht gibt es ja derzeit offen­bar über­haupt keinen Hin­weis einer Schuld.

Span­nend wird es bezüglich des Geheimnisver­rates: Zwar kann man Friedrich weit­er­hin vor­w­er­fen, Geheimnisver­rat began­gen zu haben, aber sofern Edathy nichts vorzuw­er­fen ist, kann man wohl nie­man­dem die Vere­it­elung der Strafver­fol­gung vorwerfen.

Ein­er­seits ist das Ver­hal­ten Edathys moralisch höchst dis­putabel, allerd­ings juris­tisch nicht straf­bar. Und auf dieser Grund­lage dil­letantieren da Poli­tiker, Juris­ten und Jour­nal­is­ten um dessen Kopf und Kra­gen. Unfassbar.

Lesezeichen vom 14. Februar 2014

Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Edathy-Affäre zählt wohl zu den skuril­sten Affären, die die deutsche Poli­tik in den let­zten Jahren zu bieten hat. Und warum der Friedrich noch im Amt ist, erschließt sich mir nicht. Vielle­icht ist es mit Fefe erk­lär­bar, der meint

Ich glaube aber nicht, dass Friedrich irgendwelche Kon­se­quen­zen befürchten muss. Dem glaubt doch jeder sofort, dass er gar nicht durch­blickt hat, was er da getan hat.

Chris­t­ian Rath schreibt süff­isant zur unsäglichen Edathy-Affäre:

natür­lich ist auch eine polizeiliche Infor­ma­tion im Vor­feld eines Ver­dachts schon ein Dien­st­ge­heim­nis, das ein Innen­min­is­ter nicht ohne rechtlich tragfähi­gen Grund weit­ergeben darf. […] Wer einem Verdächti­gen, der offen­sichtlich vom Ver­dacht weiß, noch zwei Monate Zeit gibt, bis eine Haus­durch­suchung stat­tfindet, braucht sich über einen man­gel­nden Über­raschungsef­fekt nun wirk­lich nicht zu beschweren.

Und während ich mir die Frage stelle: Welches Bauer­nofer nun wohl dran glauben muss? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Jens Scholz hat heute mor­gen schon wun­der­schön musiziert.

Fefe hält den Gerüchten um die Kinder­pornoaf­färe von Sebas­t­ian Edathy Gerüchte ent­ge­gen, die die Staat­san­waltschaft in schlechtes Licht stellen würden.

Ste­fan Nigge­meier wun­dert sich über Josef Joffes Kri­tik an der Kri­tik aus dem Netz. Man muss aber Joffe weder lesen noch verstehen.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die etwa die Feuil­leto­necke beim Per­len­taucher eingestellt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Daniel Wichmann: Ella — Die abgestumpften Leiden des jungen W.

wichmannella Daniel Wich­mann hat ein auto­bi­ographisch anmu­ten­des Buch über einen Daniel Wich­mann geschrieben, der aus Ibben­büren stammt und sein Leben in Berlin durch Anschaf­fung eines Hun­des ver­sucht zu ändern.

Jener Daniel Wich­mann lebt mit seiner Fre­undin in der Bun­de­shaupt­stadt und ger­ade scheint er defin­i­tiv ins Erwach­se­nen­leben hineinzuschlid­dern: Seine Fre­undin ist auf dem Weg in eine weg­weisende beru­fliche Posi­tion, er schließt sein Studium ab und gelangt an seinen ersten Job, und in der Beziehung bahnt sich an, dass klar wer­den soll, wohin die Reise geht. Allerd­ings krieselt es etwas, die Fre­undin ver­misst am Ver­hal­ten ihres Fre­un­des etwas, er beschließt einen Hund zu kaufen, um zu zeigen, dass er bereit ist, für die Beziehung etwas zu riskieren — denn er lei­det unter einer Angst vor Hun­den. Da bricht das Unheil auf ihn ein: Seine Fre­undin zieht es beru­flich nach Ham­burg, sein Job nimmt ihm die Zeit, sich passend um den Hund zu küm­mern. Er nimmt unangemeldet einen trink­freudi­gen und auch sonst chao­tis­chen Unter­mi­eter auf und ver­liert wegen Hund und Unter­mi­eter Job und Woh­nung. Für unseren Dandy ist dies allerd­ings ein Schritt in die richtige Rich­tung, denn erfindet ein miet­bares Haus in der Umge­bung Berlins, in das er samt Fre­undin, die es in Ham­burg alleine nicht aushält, und Hund einzuziehen gedenkt.

Die Span­nung des Buches speist sich natür­lich etwas aus der Frage, inwieweit Wich­mann hier auto­bi­ographisch vorgeht und was erfun­den ist. Zumin­d­est — und das ist die große Stärke des Buches — betreibt er keine Schön­fär­berei. Seine Haupt­figur ist ein ziem­licher Kauz, fast apatisch im Umgang mit seiner Umwelt. In den eige­nen vier Wän­den fährt er schon mal aus der Haut, während er außer­halb den Schwanz einzieht. Seiner Fre­undin kauft er einen Hund, um die Beziehung zu ret­ten, was ein doch sehr selt­samer Schritt ist, wie auch die Fre­undin später anmerkt und in Trä­nen aus­bricht. Und ob das Vorhaben so über­haupt gelingt, steht in den Ster­nen. Sein Unter­mi­eter ist im Gegen­satz zu seiner eige­nen Spießigkeit ein Bon­vi­vant, mit dem der Buch-Daniel aber wenig anz­u­fan­gen weiß. Den Leser lässt er ger­ade anfangs mit vie­len Ver­gle­ichen, die unerk­lärt in der Luft hän­gen bleiben, und den Kapiteln vor­angestell­ten Zierz­i­taten alleine. Aber warum sollte es dem Leser auch anders erge­hen als den Per­so­nen im Buch?

Wich­mann verkauft seine Leser nicht für blöd, riskiert einiges mit einer so auto­bi­ographis­chen Geschichte und liefert ein dur­chaus inter­es­santes Ibbenbüren-Bild. Über­haupt sollte Ibben­büren öfter in der Lit­er­atur auf­tauchen, wenn man mich fragt. Also: Lesen Sie diese Geschichte!

Daniel Wich­mann — Ella: Ein Hund fürs Leben , ISBN: 3855357943, Erschei­n­ung­ster­min: 20.02.2014

Guten Morgen

Morgenkaffee

Sehr lustig, was Ste­fan Nigge­meier da aufge­fallen ist: Die Süd­deutsche Zeitung schreibt über eine Rüge des ZDF-Publikumsrates bezüglich Markus Lanz. Nur: Es gibt gar keinen ZDF-Publikumsrat. Das erin­nert ein wenig an den Preis der belei­digten Zuschauer.

Der SPD-Politiker und ehe­ma­lige Vor­sitzende des NSU-Untersuchungsauschusses Edathy steht unter dem Ver­dacht des Besitzes von Kinderpornographie.

Felix Mag­ath weiß, worum es beim HSV jetzt geht: Den Kassen­er­halt.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist diese boden­lose Fernse­hbesabbelung mal der Tod der etablierten Presse? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 8. Februar 2014

Lesezeichen von heute
Oktober 2014
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Sep    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
Vor 5 Jahren