Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.

Lesezeichen vom 14. Februar 2014

Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Edathy-Affäre zählt wohl zu den skuril­sten Affären, die die deutsche Poli­tik in den let­zten Jahren zu bieten hat. Und warum der Friedrich noch im Amt ist, erschließt sich mir nicht. Vielle­icht ist es mit Fefe erk­lär­bar, der meint

Ich glaube aber nicht, dass Friedrich irgendwelche Kon­se­quen­zen befürchten muss. Dem glaubt doch jeder sofort, dass er gar nicht durch­blickt hat, was er da getan hat.

Chris­t­ian Rath schreibt süff­isant zur unsäglichen Edathy-Affäre:

natür­lich ist auch eine polizeiliche Infor­ma­tion im Vor­feld eines Ver­dachts schon ein Dien­st­ge­heim­nis, das ein Innen­min­is­ter nicht ohne rechtlich tragfähi­gen Grund weit­ergeben darf. […] Wer einem Verdächti­gen, der offen­sichtlich vom Ver­dacht weiß, noch zwei Monate Zeit gibt, bis eine Haus­durch­suchung stat­tfindet, braucht sich über einen man­gel­nden Über­raschungsef­fekt nun wirk­lich nicht zu beschweren.

Und während ich mir die Frage stelle: Welches Bauer­nofer nun wohl dran glauben muss? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Jens Scholz hat heute mor­gen schon wun­der­schön musiziert.

Fefe hält den Gerüchten um die Kinder­pornoaf­färe von Sebas­t­ian Edathy Gerüchte ent­ge­gen, die die Staat­san­waltschaft in schlechtes Licht stellen würden.

Ste­fan Nigge­meier wun­dert sich über Josef Joffes Kri­tik an der Kri­tik aus dem Netz. Man muss aber Joffe weder lesen noch verstehen.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die etwa die Feuil­leto­necke beim Per­len­taucher eingestellt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Daniel Wichmann: Ella — Die abgestumpften Leiden des jungen W.

wichmannella Daniel Wich­mann hat ein auto­bi­ographisch anmu­ten­des Buch über einen Daniel Wich­mann geschrieben, der aus Ibben­büren stammt und sein Leben in Berlin durch Anschaf­fung eines Hun­des ver­sucht zu ändern.

Jener Daniel Wich­mann lebt mit seiner Fre­undin in der Bun­de­shaupt­stadt und ger­ade scheint er defin­i­tiv ins Erwach­se­nen­leben hineinzuschlid­dern: Seine Fre­undin ist auf dem Weg in eine weg­weisende beru­fliche Posi­tion, er schließt sein Studium ab und gelangt an seinen ersten Job, und in der Beziehung bahnt sich an, dass klar wer­den soll, wohin die Reise geht. Allerd­ings krieselt es etwas, die Fre­undin ver­misst am Ver­hal­ten ihres Fre­un­des etwas, er beschließt einen Hund zu kaufen, um zu zeigen, dass er bereit ist, für die Beziehung etwas zu riskieren — denn er lei­det unter einer Angst vor Hun­den. Da bricht das Unheil auf ihn ein: Seine Fre­undin zieht es beru­flich nach Ham­burg, sein Job nimmt ihm die Zeit, sich passend um den Hund zu küm­mern. Er nimmt unangemeldet einen trink­freudi­gen und auch sonst chao­tis­chen Unter­mi­eter auf und ver­liert wegen Hund und Unter­mi­eter Job und Woh­nung. Für unseren Dandy ist dies allerd­ings ein Schritt in die richtige Rich­tung, denn erfindet ein miet­bares Haus in der Umge­bung Berlins, in das er samt Fre­undin, die es in Ham­burg alleine nicht aushält, und Hund einzuziehen gedenkt.

Die Span­nung des Buches speist sich natür­lich etwas aus der Frage, inwieweit Wich­mann hier auto­bi­ographisch vorgeht und was erfun­den ist. Zumin­d­est — und das ist die große Stärke des Buches — betreibt er keine Schön­fär­berei. Seine Haupt­figur ist ein ziem­licher Kauz, fast apatisch im Umgang mit seiner Umwelt. In den eige­nen vier Wän­den fährt er schon mal aus der Haut, während er außer­halb den Schwanz einzieht. Seiner Fre­undin kauft er einen Hund, um die Beziehung zu ret­ten, was ein doch sehr selt­samer Schritt ist, wie auch die Fre­undin später anmerkt und in Trä­nen aus­bricht. Und ob das Vorhaben so über­haupt gelingt, steht in den Ster­nen. Sein Unter­mi­eter ist im Gegen­satz zu seiner eige­nen Spießigkeit ein Bon­vi­vant, mit dem der Buch-Daniel aber wenig anz­u­fan­gen weiß. Den Leser lässt er ger­ade anfangs mit vie­len Ver­gle­ichen, die unerk­lärt in der Luft hän­gen bleiben, und den Kapiteln vor­angestell­ten Zierz­i­taten alleine. Aber warum sollte es dem Leser auch anders erge­hen als den Per­so­nen im Buch?

Wich­mann verkauft seine Leser nicht für blöd, riskiert einiges mit einer so auto­bi­ographis­chen Geschichte und liefert ein dur­chaus inter­es­santes Ibbenbüren-Bild. Über­haupt sollte Ibben­büren öfter in der Lit­er­atur auf­tauchen, wenn man mich fragt. Also: Lesen Sie diese Geschichte!

Daniel Wich­mann — Ella: Ein Hund fürs Leben , ISBN: 3855357943, Erschei­n­ung­ster­min: 20.02.2014

Guten Morgen

Morgenkaffee

Sehr lustig, was Ste­fan Nigge­meier da aufge­fallen ist: Die Süd­deutsche Zeitung schreibt über eine Rüge des ZDF-Publikumsrates bezüglich Markus Lanz. Nur: Es gibt gar keinen ZDF-Publikumsrat. Das erin­nert ein wenig an den Preis der belei­digten Zuschauer.

Der SPD-Politiker und ehe­ma­lige Vor­sitzende des NSU-Untersuchungsauschusses Edathy steht unter dem Ver­dacht des Besitzes von Kinderpornographie.

Felix Mag­ath weiß, worum es beim HSV jetzt geht: Den Kassen­er­halt.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist diese boden­lose Fernse­hbesabbelung mal der Tod der etablierten Presse? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 8. Februar 2014

Lesezeichen von heute
Buddypress als Blog übergreifendes Netzwerk

Thomas hat beim WP-Magazin vor eini­gen Jahren schon mal berechtigter Weise kri­tisiert, dass Bud­dy­press in sich ver­schlossen bleibt und die Mäglichkeit, sich zu anderen Blogs net­zw­erkar­tig zu vernküpfen nicht besteht:

Viel inter­es­san­ter wäre es, wenn man durch einige Plu­g­ins (was Bud­dy­Press ja ist, eine Plu­g­in­samm­lung) einen nor­malen Word­Press Blog zum Social Net­work aus­bauen kann! So kön­nte ich nach der Instal­la­tion von “Bud­dy­Press” nicht nur Den­nis hinzufü­gen, son­dern auch alle anderen Word­Press Blogs die “Bud­dy­Press” als Plu­gin instal­liert haben. Jeder einzelne Blog­ger kön­nte mit seinem eige­nen Word­Press Blog sich in ein riesiges Social Net­work inte­gri­eren – ohne sich nochmal irgendwo anders und auf einem frem­den Web­Server zu reg­istri­eren. Sachen wie Microblog­ging wür­den sich sicher­lich auch mit inte­gri­eren oder sogar autonom von Twit­ter oder Iden­tica umset­zen lassen.

Heute mor­gen fiel mir ein, dass es ja ein Plu­gin zur Inte­gra­tion von RSS-Feeds gibt. Damit kön­nte man ja immer­hin Nutzer anderer Bud­dy­presses in die eigene Time­line ziehen. Aber ach, das Plu­gin ist nicht mehr up to date und funk­tion­iert nicht.

Lesezeichen vom 7. Februar 2014

4530

Ich habe mir mein eigenes, soziales Net­zw­erk gebastelt: 4530, für meinen Heimat­stadt­bere­ich, dessen frühere Postleitzahl das gewe­sen ist. Für ander­sverortete Bekan­nte gibt es entsprechend leute.tecklenblog.de bzw. leute.düsselblog.de.

Ich hatte ja, ehrlich gesagt, erwartet, dass man sich unter den Bud­dy­pressen miteinan­der ver­net­zen kön­nte, da das auch früher schon mal angedacht gewe­sen ist. Allerd­ings ist das wohl bis heute nicht bew­erk­stel­ligt wor­den. Sehr schade.

Dafür kosten Plu­g­ins ordentlich Kohle, die eigene Ein­träge nach Face­book cross­posten. Damit scheint man wohl ger­ade Schot­ter machen zu kön­nen. Sei’s drum, ich tummle mich nun dort, und weniger in kom­merziellen Alter­na­tiven — genau das, was ich grund­sät­zlich 2014 vorhatte.

Lesezeichen vom 4. Februar 2014

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