Guten Morgen allerseits!

Kaffeeschlürfer 4: eComedian

Kaffeeschlürfer 3: Unrechtsstaat

Kaffeeschlürfer 2: Vorwandskunst

Kaffeeschlürfer 1: Gangsterrappermama

Piratendemontage in 5, 4, 3 …

Zwar schätze er [Ste­fan Körner, Red.] Domscheit-Bergs Ein­satz für die Piraten. “Gle­ichzeitig bin ich aber sehr ent­täuscht, dass sie beim Ver­lassen der Partei allem Anschein nach das Bedürf­nis hat, ein möglichst großes Trüm­mer­feld zu hin­ter­lassen”, sagt Körner heute.de.

Was Blogs sollen

Han­nah Lüh­mann hat eine kleine Schimpfti­rade auf ein paar Blogs los­ge­lassen. Mar­tin Giesler hat schon darauf geant­wortet, indem er ein paar Aspekte des Textes her­aus­ge­zo­gen hat und umschmeisst. Im Kern kri­tisiert Lüh­mann an den Blogs, die ihrer Mei­n­ung nach Vice nachahmen:

Was fehlt, sind Beiträge mit Sub­stanz, wie sie „Vice“ doch noch hier und da unter all den Trash mis­cht. […] Alles wird einge­mein­det in eine fröh­liche Welt der läs­si­gen Redun­danz, von Men­schen, die sich selbst dabei wohl ziem­lich läs­sig vorkommen.

Sub­stanz hätte man diesem Artikel jetzt auch mal gewün­scht. Es ist nicht ver­boten, ein Blog zu betreiben, in dem Trash neben ern­steren The­men auftritt. Es passiert, dass Blog­a­r­tikel zu ern­sten The­men, ober­fläch­lich zu lesen sind. Es ist nicht ein­mal ver­boten, Blogs zu schreiben, die schlecht sind. Blogs erfüllen nicht notwendi­ger Weise eine gesellschaftlich rel­e­vante Funktion.

Lesen Sie ein­fach andere Blogs, Frau Lüh­mann, wenn die, die Sie lesen, Ihnen nicht gefallen.

The social conclusion

There were times when peo­ple were afraid of their par­ents enter­ing social net­works. I guess times have changed…

The reading closure

Well, it never came into my mind to close a read­ing ses­sion like this:

The parental guts

Actu­ally, how does it smell?

Christian Wulff — Ganz oben, ganz unten

buchleser

Man muss die ersten 100 Seiten dieses Schmök­ers über­leben, sowie die unkri­tis­che Hal­tung zu Parteien­demokratie und der eige­nen Rolle als Bun­de­spräsi­dent nicht auf die Gold­wage legen, dann geht es bei Chris­t­ian Wulff zur Sache:

  1. Seine Aus­führun­gen zum Thema Inte­gra­tion liefern den Unter­bau zur Behand­lung des The­mas als Bun­de­spräsi­dent und zeigen, dass er mit diesem Thema bis­lang besser punk­ten kon­nte als sein Nach­fol­ger Gauck mit dem Thema “Freiheit”.
  2. Seine Aus­führun­gen zur christlichen Inter­pre­ta­tion vom gesellschaftlichen Miteinan­der sind beacht­enswert — ger­ade in direk­ter Kon­fronta­tion zu fundamentalistisch-christlichen Stim­men aus Deutschland.
  3. Seine Manöverkri­tik vor allem an “Blödzeitung” (Paul Stöver), SPIEGEL und FAZ wer­fen die Frage auf, weswe­gen es bei den entsprechen­den Ver­la­gen nichts, aber auch gar nicht gegeben hat, um den Qual­ität­sjour­nal­is­mus nicht an der Nase durch die Manege zu schleifen; Gerüchte wur­den wie Tat­sachen behan­delt, Ent­las­ten­des unter den Tisch fallen gelassen, dro­hende Neg­a­tivschlagzeilen als Erpres­sungs­ge­gen­stand genutzt. Man hat ohne Zwang die Hosen runter gelassen.

Und so schreibt Peer Stein­brück über das Buch:

Mit einem gewis­sen Abstand stellen sich der ‘Abschuss’ und die Entwürdi­gung von Chris­t­ian Wulff als Skan­dal eines gewalt­täti­gen Jour­nal­is­mus im Umgang mit einem Poli­tiker dar. […] Die Spiegel-Affäre vor über 50 Jahren war schlechthin der Skan­dal der Poli­tik im Umgang mit einem kri­tis­chen Jour­nal­is­mus und der Presse­frei­heit. Jetzt ist es umgekehrt.

Bei der FAZ ist Jür­gen Kaube vom Buch nicht begeis­tert. Wen wundert’s.

April 2015
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