Guten Morgen allerseits!
Sennheiser will never be the same

Guten Morgen

Morgenkaffee

Chris­t­ian Bar­tels fand die RTL-Fußballberichterstattung am gestri­gen Abend blam­a­bel.

Wo wir ger­ade beim Fußball sind: Ein Quadro­copter hat das Spiel Ser­bien gegen Alban­ien abbrechen lassen.

Schöne, runde Geschichte: Jugendliche Räu­ber geben ger­aubtes Handy zurück, weil es ihnen zu alt ist, woraufhin das Opfer mit dem Handy die Polizei ruft, um die Jungs fes­t­nehmen zu lassen.

Und während ich mir die Frage stelle: Was für einen Schaden nähme eigentlich der deutsche Fußball, wenn man mal nicht zur EM fährt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Dave Eggers — The Circle

buchleser

Die frisch geback­ene Uni-Abolventin Mae kommt auf Anraten ihrer Fre­undin bei der größten, Infor­ma­tio­nen sam­mel­nden Firma unter. Gle­ich zu Beginn wird sie her­zlich begrüßt, auf die Wichtigkeit der Gemein­schaft im Unternehmen eingeschworen, während man gle­ichzeitig all ihre per­sön­lichen Infor­ma­tio­nen abgreift, die ver­füg­bar sind. Mae verin­ner­licht bere­itwillig die Arbeit­sat­titüde mehr und mehr und fällt die Kar­ri­ereleiter hoch. Das führt allerd­ing zu Prob­le­men im pri­vaten Bereich.

Eggers Roman ist eine neuzeitliche Mis­chung aus Orwells 1984 und Rhues Die Welle. Lei­der ist das hoch hin­aus wol­lende, aber geist­lose und klis­chee­hafte Buch strun­zlang­weilig geraten.

Lesezeichen vom 14. Oktober 2014
Lesezeichen von heute
  • Wie der Kreml Kri­tiker unter Druck setzt und auss­chal­tet “Die Pub­lizistin Julija Latyn­ina polemisiert in dem Mitte Sep­tem­ber in der „Nowaja Gaseta“ erschiene­nen Text gegen die Idee, es gebe eine dem ange­blich see­len­losen Westen ent­ge­genge­set­zte, ursprüngliche rus­sis­che Kul­tur.” Nun droht der Zeitung das Aus.
  • Carta — Jour­nal­is­mus wäre genug Ste­fan Aigner: “Wer vom „Wan­del des Jour­nal­is­mus“ redet, sollte sich darüber Gedanken machen, wie man diesen ver­lore­nen Boden wieder gut­machen und Glaub­würdigkeit zurück­er­lan­gen kann. Er sollte sich darüber Gedanken machen, wie man Leser, Hörer oder Zuschauer wieder dazu bringt, die jour­nal­is­tis­che Arbeit wertzuschätzen. Nur so kann es näm­lich gelin­gen, sie auch davon zu überzeu­gen, dass diese Arbeit finanziert wer­den muss und dass sie es wert ist, dafür zu bezahlen. Dafür braucht es keine Media Entre­pre­neure, die unternehmerisch denken oder zwang­haft mit der eige­nen Selb­stver­mark­tung beschäftigt sind, son­dern Jour­nal­is­ten, die ihren Job mit Lei­den­schaft machen, unab­hängig von wirtschaftlichen Erwä­gun­gen, Mar­ket­ingstrate­gien und durchkap­i­tal­isiertem Denken. Dafür wäre Jour­nal­is­mus genug.”
  • ▶ Glenn Green­wald: Why pri­vacy mat­ters Sehr anschauliche Rede.
  • Nieder­sach­sen: CDU warnt vor Homo­sex­uellen an Schulen — Queer.de “Es sei falsch, Antworten zu The­men zu geben, “die die Kinder gar nicht beschäfti­gen”. ” Das kön­nte der Sargnagel der Math­e­matik an nieder­säch­sis­chen Schulen sein.
  • links vom 14.10.2014 — wirres.net “nico lumma beschreibt seine moti­va­tion für ein blatt zu schreiben, das gewohn­heitsmäs­sig manip­uliert, lügt, schlampt und exis­ten­zen zer­stört, damit, dass er „viele men­schen“ erre­ichen möchte. die leser seines blogs sollen aber offen­bar von der neuen kolumne auf bild.de nicht erre­icht werden.”
Guten Morgen

Morgenkaffee

Flusskiesel trinkt mit Flöte und Schorle ein Albert Heijn basic pre­mium lager.

Inter­es­sante Grafik: Die Kalt­mi­eten in Deutsch­land gemessen am Einkom­men.

Der Bas­tard hat alle ver­wen­de­ten Stücke aus dem let­zen Tatort “Im Schmerz geboren” in eine Playlist gepackt: Drei Stun­den Unterhaltung.

Und während ich mir die Frage stelle: Sendet die ARD bald einen Bil­dungsvideo­textticker, damit man noch mitkommt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 13. Oktober 2014
Lesezeichen von heute
Kaffeeschlürfer 7: Provinzmob
Mary Scherpe — An jedem einzelnen Tag

buchleserMary Scherpe ist eine bekan­nte Mode­blog­gerin. Und sie hat einen Stalker. Der schickt ihr tagtäglich irgendwelche Dinge, mis­cht sich in ihre Pri­vatleben ein, kon­tak­tiert Fre­unde, ver­folgt sie. In diesem Buch schreibt sie nieder, was passiert ist. Wie sie ver­sucht hat, ihn zu brem­sen, ihn zu ver­ste­hen, ihm zu helfen. Wie sie scheit­erte und wie es ihr zusetzte.

Die Stärke des Buches ist, dass Scherpe nicht in fem­i­nis­tis­che Klis­chees abwan­dert, ihre eigene Rolle nicht merk­lich schön­schreibt und sprach­lich sehr gut for­muliert. So ist der Leser erstaunt, was ihr alles wider­fährt, aber auch irri­tiert, weswe­gen sie ihn vor Fre­un­den ern­sthaft als Affäre kaschiert oder ver­sucht, sich seines Prob­lems anzunehmen.

Das Buch ist nicht moral­isierend, nicht objek­tiv, aber offen und schildert, wie Stalk­ing heutzu­tage von­stat­tengeht. Und es ist ein Plä­doyer dafür, sich zu wehren, wenn man ange­gan­gen wird.

Mary Scherpe, An jedem einzel­nen Tag. Mein Leben mit einem Stalker, Bastei Lübbe, 14,99€ (gebun­dene Ausgabe)/ 11,99€ (eBook)

Guten Morgen

Morgenkaffee

Der erste Blog feiert dieser Tage seinen 20. Geburt­stag und John Naughton grat­uliert Erfinder David Winer hierzu.

Das Küchen­ra­dio stellt das Pro­jekt Berlin in den 90ern vor.

In Ital­ien gibt es jetzt auf’s Brot stre­ich­bares Bier.

Und während ich mir die Frage stelle: Fra­gen die Polizis­ten bei der Kon­trolle bald, ob man gefrüh­stückt habe? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 12. Oktober 2014
Lesezeichen von heute
  • Frank­furter Buchmesse schrumpft weiter
  • Wie der Min­dest­lohn tat­säch­lich die Presse­frei­heit gefährdet Manchen Ver­la­gen wird ihr Lob­by­is­mus für die Aus­nahme von Zeitungs­boten vom Min­dest­lohn zum Schuss ins eigene Knie: “Men­schen, die sich für niedrig qual­i­fizierte Arbeit inter­essieren, machen einen Bogen um Zeitungsboten-Jobs, weil sie ander­swo den Min­dest­lohn bekom­men, dort aber nicht. ”
  • flohmark­t­nachtwache Was ich heute auf dem Flohmarkt für eine Orig­i­nalkopie erstand.
  • Umdenkmal Kon­stan­tin Klein plädiert für das Been­den der dig­i­talen Unmündigkeit: “Wir kön­nen uns auf nie­mand ver­lassen außer uns selbst. Und auch das geht nur, wenn wir informiert und bewusst an die Sache herange­hen. Als emanzip­ierte Bürger der Emanzipationsgesellschaft.”
  • Enten­zun­gen online Wie merk­würdig es manchen erscheint, das Netz zu nutzen.
  • BND-Untersuchungsausschuss: Schüchtert der Bun­destag Medien ein? “Ein Polizist des Bun­destages war abgestellt, im BND-Ausschuss den Netzpolitik-Blogger Andre Meis­ter zu beobachten. Missver­ständ­nis? Vielle­icht. Auf jeden Fall bedenklich.”
Dezember 2014
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