Guten Morgen allerseits!

Oben-​Ohne-​Kaffee

In Washing­ton ist man wohl der Mei­nung, Kaf­fee lasse sich bes­ser oben ohne ver­kau­fen. Viel­leicht weil so die Kund­schaft nicht mit­kriegt, dass ihr Cap­puc­cino gerade mit Sprüh­do­sen­schlag­sahne gemacht wurde. Jam­mie.

Making a Murderer

Mitt­ler­weile kann man die Serie ja auch online anschauen. Es wird die Geschichte von Ste­ven Avery erzählt, der in zwei Kri­mi­nal­fäl­len für schul­dig gespro­chen wurde, wobei zumin­dest beim ers­ten Fall fehl ent­schie­den wurde. Und auch der zweite Fall ist, wenn man die Fak­ten betrach­tet, höchst zwei­fel­haft. Den­noch gibt es eine ein­deu­tige Ent­schei­dung der Jury, wonach er noch Jahr­zehnte hin­ter schwe­di­schen Gar­di­nen zu hau­sen hat.

Die Serie an sich ist eine Mischung aus Doku­men­ta­tion und unaus­ge­go­re­ner Doku-​Soap, was den Gesamt­ein­druck beein­träch­tigt: Zwar wird deut­lich, dass das ame­ri­ka­ni­sche Rechts­sys­tem unge­mein hin­ter­wäld­le­risch daher kom­men kann. Belast­bare Kri­tik ergibt sich aller­dings im Fall von Ste­ven Avery nicht – dafür im Fall sei­nes Nef­fen.

Inso­fern wird der Zuschauer bei aller Dra­ma­tur­gie mit sach­ge­rech­ter Erör­te­rung der Fälle im Stich gelas­sen.

Ein Moment, der bleibt

Flücht­linge erzäh­len unter dem Hash­tag #Ein­Mo­ment­DerBleibt ihre Geschichte:

Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Jon­gleur Mat Ricardo berich­tet über seine geplatzte Teil­nahme bei der Guinness-​Show im chi­ne­si­schen Fern­se­hen.

Ben schreibt mal run­ter, wes­we­gen ihn der ganze Fan­ta­sy­kram so fas­zi­niert.

Stef­fen Möl­ler spricht über die aktu­elle poli­ti­sche Befind­lich­keit in Polen:

Es ist wohl eine ähn­li­che Hys­te­rie wie in den neuen Bun­des­län­dern. Gerade weil man weni­ger Erfah­run­gen hat, sind die Ängste über­trie­ben groß.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Wes­we­gen inter­es­siert mich der Fan­ta­sy­kram im Grunde so gar nicht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 16.01.2016

  • Lite­ra­tur­ka­non:  Ist ein Kanon Viel­falt? Ich glaube nicht | ZEIT ONLINE “Einer der zu kano­ni­sie­ren­den Auto­ren des 20. Jahr­hun­derts, Harald Ger­lach, schreibt dar­über: “Zu mei­ner ers­ten öffent­li­chen Lesung im Grab­feld erscheint eine erzürnte Pro­vinz­ge­mein­schaft und wirft mir Nest­be­schmut­zung vor. Seit die­sem Abend begreife ich das Nach­bar­dorf Bau­er­bach, Schil­lers Exil­ort, als Syn­onym für stän­dig dro­hende Kon­se­quen­zen aus dem span­nungs­ge­la­de­nen Ver­hält­nis zwi­schen Dich­tern und ihrer Hei­mat. Der Lebens­wert einer Region läßt sich nur erfahr­bar machen, wenn ihre Exis­tenz anhand extre­mer Schick­sale pro­ble­ma­ti­siert wird. In einer sol­chen Nagel­probe kommt man der Land­schaft auf den Grund. Die außer­or­dent­li­chen Gestal­ten sind das Beste, was sie zu bie­ten hat. Erträgt sie diese, so hat sie bestan­den.””

Lesezeichen vom 15.01.2016

Knöllchen

So, mal wie­der das jähr­li­che Blo­grollauf­räu­men bewäl­tigt. Die Bilanz in die­sem Jahr: 17 Abgänge, vier Zugänge, vier Adres­sän­de­run­gen. Das hängt etwas damit zusam­men, dass ich unter schneckenradio.de/sender anderswo Podcast-​Seiten abge­legt habe. Zu ver­mer­ken ist dann noch, dass Rome alias Rudi Roun­ders wie­der mal ver­schütt gegan­gen ist. Junge, komm bald wie­der.

Lesezeichen vom 15.01. 2016

Guten Morgen

Morgenkaffee Im Netz habe ich ges­tern gele­sen, dass sich jetzt in Europa eine neue Ver­ge­wal­ti­gungs­kul­tur eta­blie­ren würde. Schwarz­ma­ler haben wohl der­zeit Hoch­kon­junk­tur. Wie auch immer: Wir waren ges­tern in der Mitsu­bi­shi Electric Hall in Düs­sel­dorf, in der vom Rus­si­schen Staats­bal­lett Mos­kau – nicht zu ver­wech­seln mit dem Rus­si­schen Natio­nal­bal­lett oder dem Bolschoi-​Ballett – Schwa­nen­see gab. Sehr unter­halt­sam, gro­ßer Andrang und Fried­lich­keit, wohin man schaute.

Georg Diez hat vor­ges­tern im Spie­gel ganz pas­send her­aus geho­ben:

Es ist eben so vie­les unklar, gerade an dem, was die hys­te­ri­schen Wind­ma­cher sagen. Was mei­nen sie mit der “geschei­ter­ten Inte­gra­tion”? Mei­nen sie, dass sie alles dafür getan haben, damit die Inte­gra­tion funk­tio­niert, heute und in der Ver­gan­gen­heit, und dass die Flücht­linge, Migran­ten, Ein­wan­de­rer, die nach Deutsch­land gekom­men sind, trot­zig abge­lehnt haben? Oder mei­nen sie, dass sie erkannt haben, dass zu wenig Initia­tive, zu wenig Geld, zu wenig Herz auch für das auf­ge­wen­det wurde, was sie Inte­gra­tion nen­nen und andere Ein­wan­de­rung und für das es eigent­lich längst ein moder­nes Ein­wan­de­rungs­ge­setz geben sollte, das aber oft genau die ableh­nen, die sich am lau­tes­ten über die geschei­terte Inte­gra­tion beschwe­ren?

Haben sie denn selbst irgend­was dafür getan, dass die Inte­gra­tion klappt? Oder beschwe­ren sie sich nur über etwas, das sie eh ableh­nen?

Damit gemeint haben könnte er den Chef­re­dak­teur der West­fä­li­schen Nach­rich­ten, der in den Ereig­nis­sen von Köln eine Zei­ten­wende sieht, auf die man schnöff tätää mit har­ten Stra­fen “mit einer erschüt­tern­den Abschre­ckungs­wir­kung” reagie­ren müsse. So ist er halt, der Kon­ser­va­tive.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Was treibt nur diese gehäs­si­gen Schwarz­ma­ler immer so an? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Terry Pratchetts Going Postal

goingpostal Der Klein­ga­nove Feucht von Lip­wig bekommt ange­sichts sei­ner anvi­sier­ten Hin­rich­tung das Ange­bot, der neue Post­mi­nis­ter zu wer­den. Zusam­men mit sei­nem Schwarm Adora schickt er sich an, das her­un­ter­ge­wirt­schafte Unter­neh­men wie­der flott zu krie­gen.

Dies ist die dritte Ver­fil­mung eines Terry Pratchett-​Romans und sie hat mit dem aus Cou­pling bekann­ten Richard Coyle einen spiel­freu­di­gen wie sym­pa­thi­schen Haupt­dar­stel­ler erhal­ten, so dass man gerne die 185 Minu­ten Gesamt­länge in Kauf nimmt.

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