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A bad lip reading of Obama’s inauguration 2013

Lesezeichen vom 30. Mai 2015

Lesezeichen vom 29. Mai 2015

Wieselgebadet

Lesezeichen vom 28. Mai 2015

Lesezeichen vom 27. Mai 2015

Lesezeichen vom 26. Mai 2015

  • mon­rose ver­ges­sen ist kein kava­liers­de­likt
  • Ehefu­er­alle | erza­ehl­mir­nix Homo­pho­bie à la F.A.Z.: “Der Akt der „Befrei­ung“ liegt dann darin, das allzu mensch­lich Unglei­che im Namen von Gerech­tig­keit und Tole­ranz ein­fach für gleich zu erklären.”<br>
    Nein, er liegt darin, über­holte Ansich­ten, die einer auf­ge­klär­ten Lebens­wirk­lich­keit nicht mehr ent­spre­chen, aus den Geset­zen zu strei­chen.

How to stand a shitstorm

Ich kri­ti­siere Sascha Lobo ab und an wegen der Logik­lö­cher in sei­nen vor­ge­tra­ge­nen Ansich­ten, das soll aber nicht hei­ßen, dass ich ihn als argu­men­tie­rende Per­son ver­werfe, ver­nich­ten möchte oder igno­riere. Manch­mal muss man die guten Dinge in einer Sache halt auch erst ein­mal fin­den.

Zum Bei­spiel hat er einen Vor­trag gehal­ten, der den Titel How to sur­vive a shits­torm trägt, wobei er gleich ein­räumt, dass er die im Titel ange­deu­tete Frage weder behan­delt, noch beant­wor­tet. Was er aber den­noch tut, ist, zwei Dinge her­aus­zu­stel­len:

  1. Bei The­ma­ti­ken, die von öffent­li­chem Inter­esse sind, muss man heut­zu­tage jeder­zeit mit der Mög­lich­keit eines Shits­torms rech­nen.
  2. Mit Leich­tig­keit kann man selbst Teil eines Shits­torms sein.

Man kann sich dem­nach vor­be­rei­ten, inner­halb des mög­li­chen Punk­tes 1. nicht unter­zu­ge­hen, und zwei­tens nicht über Punkt 2 zu stol­pern.

How to navi­gate

Der letzte Shits­torm, den ich durch­ma­nö­verte, fand sich in Face­book statt. Face­book bie­tet einige Mög­lich­kei­ten, den Sturm abzu­schwä­chen. Man kann Dis­kus­sio­nen löschen, Leute aus Grup­pen sper­ren, Mit­tei­lun­gen unsicht­bar machen etc. pp. Das wirk­lich Gute: Man kann mit ein wenig Übung sehr gut ana­ly­sie­ren, wer da genau aus wel­chen Grün­den was pos­tet. So lässt sich geschickt eine ganze Meute len­ken.

In die­sem spe­zi­el­len Shits­torm gaben sich etwa 7 Leute einer sozia­len Gruppe die Klinke in die Hand, hol­ten sich Bei­stand bei wei­te­ren Facebook-​Nutzern und like­ten die eige­nen Bei­träge voll­stän­dig durch.

Nun sollte man auf Likes auf Face­book nichts geben: Sie bedeu­ten kaum etwas, meh­rere Likes auf das­selbe Pos­ting müs­sen nicht das­selbe aus­drü­cken, ein Garant für ein gutes Argu­ment sind sie auch nicht – kurzum: Man ver­passt nichts, wenn man sie ein­fach igno­riert.

Ich ging nun daran, eini­gen aus die­ser Meute Fra­gen zu Behaup­tun­gen zu stel­len, die nicht halt­bar waren. Und schon hier kann man dar­auf ach­ten, bestimm­ten Leu­ten nicht zu ant­wor­ten, so dass diese sich ver­nach­läs­sigt füh­len. Denn so sehr man motzt, man möchte schon wahr genom­men wer­den. Und so ist die Meute schon geteilt: In die­je­ni­gen, denen geant­wor­tet wird, und die­je­ni­gen, denen keine Auf­merk­sam­keit geschenkt wird.

Nun war diese Gruppe nur der luna­tic fringe1. einer Per­son außer­halb die­ser Dis­kus­sion, d.h. es brauchte auf bestimmte Aspekte, die die­ser Gruppe nicht geläu­fig sind, nicht ein­ge­gan­gen wer­den – dadurch wird das Spiel­feld ver­klei­nert. Ande­rer­seits weiß man so, dass der Hori­zont der Gruppe beschränkt ist und spielt den Ball bes­ten­falls in die Region, wo die Gruppe nichts zuzu­set­zen hat.

Das funk­tio­nierte im kon­kre­ten Fall auch wie am Schnür­chen: Auf die Hälfte der Gruppe wurde ein­ge­gan­gen, deren Behaup­tun­gen angreif­bar dar­ge­stellt und vor­ge­führt. Bei aller Mob­haf­tig­keit: Sowas will man auch nicht. Es endete in der Kapi­tu­la­tion und unzu­frie­den und ver­är­gert wurde das Feld geräumt. Mit­ge­nom­men wurde nur, dass man die Gruppe unter Beob­ach­tung nahm.

After the storm

Was ich mit­ge­nom­men habe: 

  1. Stürme sind anstren­gend, aber es lohnt sich zu bestehen. 
  2. Man muss den­noch nicht jeden Sturm mit­neh­men.
  3. Leute, die erregt etwas ins Inter­net pos­ten, kann man aus­brem­sen. Oft­mals mer­ken diese gar nicht, dass sie sich in der Dis­kus­sion ver­he­ben2.
  4. Man darf schrift­li­che Äuße­run­gen im Netz nicht gleich­wer­tig zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen von Ange­sicht zu Ange­sicht set­zen.
  5. Das Ertra­gen eines Mobs sollte nicht zu Mob­bing füh­ren.

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1. Danke für die For­mu­lie­rung an Fluss­kie­sel.
2. John Cleese on Stu­pi­dity

Lesezeichen vom 25. Mai 2015

Guten Morgen

Morgenkaffee

Face­book ist ja auch so ein Krampf, da habe ich dort in einer Gruppe den ers­ten Shits­torm hin­ter mir, aber man gewöhnt sich an, mor­gend­lich da nach dem Rech­ten zu sehen und dann macht man halt nicht andere Dinge, die einem eigent­lich näher lie­gen. Hier also wie­der mal nach mehr als einer Woche der Guten-​Morgen-​Gruß!

In Argen­ti­nien hat doch tat­säch­lich ein Hosen-​Fan sei­nen Sohn Cam­pino getauft.

Nach­dem eine Kolum­nis­tin beim Westfalen-​Blatt einem besorg­ten Vater gera­ten hat, seine Toch­ter nicht mit auf eine Schwulen-​Hochzeit zu neh­men, und es dar­auf­hin einen Shits­torm gab, trennt sich das Westfalen-​Blatt nun von die­ser Kolum­nis­tin.

Wer heute noch nichts vor hat: Auf ARTE läuft um 20 Uhr 15 die Fern­seh­pre­miere von Ich fühl mich Disco mit Chris­tian Steif­fen.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Reicht nicht manch­mal ein Shits­torm? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Mai 2016
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