Linktipp: schneckenradio.de.

Wo geht’s nach Frankfurt?

Lesezeichen vom 11. Januar 2015

  • Peter Breuer – Die Demons­tra­tion am heu­ti­gen Nach­mit­tag in Paris… “Es gab ein­mal in den 1980er Jah­ren den Begriff der „pas­si­ven Ver­tei­di­gung“ – einer Gesell­schaft, die mit Waf­fen­ge­walt prak­tisch unein­nehm­bar ist, weil sie sich auf ihre Welt­of­fen­heit und Demo­kra­tie ver­stän­digt hat. Das war eine Uto­pie der Frie­dens­be­we­gung gegen die Hoch­rüs­tung im Rah­men des NATO-​Doppelbeschlusses. Dahin müs­sen wir zurück.”
  • Char­lie Hebdo car­too­nist: ‘We vomit’ on feig­ned sup­port “A few years ago, thou­sands of people took to the streets in Pakis­tan to demons­trate against Char­lie Hebdo. They didn’t know what it was. Now it’s the oppo­site, but if people are pro­tes­ting to defend free­dom of speech, natu­rally that’s a good thing.”

Lesezeichen vom 10. Januar 2015

Oliver Kalkofe zum Attentat in Paris

Lesezeichen vom 9. Januar 2015

Lesezeichen von heute
  • ARD-​aktuell zum Anschlag in Paris: Nous som­mes Char­lie “Es gehört zu unse­rem jour­na­lis­ti­schen Selbst­ver­ständ­nis, dass wir Mei­nung und Bericht klar tren­nen  – oder, um es mit Hanns-​Joachim Fried­richs zu sagen: Wir machen uns mit kei­ner Sache gemein. Beim Über­fall auf die Redak­tion von “Char­lie Hebdo” wei­chen wir davon ab.” Tja, lei­der nicht nur da.
  • Wehr­haft gegen Twit­ter, wehr­los gegen Kugeln – Deus ex Machina “Eine reflex­hafte Debatte um die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, wie sie in Deutsch­land gerade wie­der von der CSU begon­nen wird, wird es in Frank­reich nicht geben. Ebenso wenig wird man über Anti­ter­ror­da­teien spre­chen, oder über Inter­net­sper­ren für Ter­ror­pro­pa­ganda ohne rich­ter­li­chen Beschluss, ein­fach auf behörd­li­che Anord­nung an Inter­net­pro­vi­der oder Fir­men. Nicht etwa, weil das mög­li­cher­weise fun­da­men­ta­len Prin­zi­pien des Abend­lan­des wie der Mei­nungs­frei­heit und Gewal­ten­tei­lung wider­sprä­che, son­dern weil Frank­reich das alles längst hat.” Und gehol­fen hat es gar nichts.
  • Pierre Bri­ançon on Twit­ter “The cover of next week’s Char­lie Hebdo, publis­hed next week by remai­ning staff. “Urgent: hiring 6 new car­too­nists”
  • Free To Learn – Dr. Peter Gray Inter­viewed by Ste­fan Moly­neux
  • Kids, the Holo­caust, and “inap­pro­priate” play JAson Kottke liest Peter Gray: “It is wrong to think that somehow we can reform the world for the future by con­trol­ling children’s play and con­trol­ling what they learn. If we want to reform the world, we have to reform the world; child­ren will fol­low suit. ”
  • Max Schrems ver­klagt Face­book
  • Kari­ka­tu­ris­ten ant­wor­ten auf #Char­lie­Hebdo: Trauer, Wut und ein Stin­ke­fin­ger
  • Das Beste aus 2014 – Inter­ne­te­di­tion Herm hat mal die Internet-​Best-​of-​2014er gesam­melt.
  • Tim Wolff: Es lebe der Witz! “Reli­gion (und so manch andere Welt­an­schau­ung) ist Wahn­sinn im Kleide der Ratio­na­li­tät, Satire und Komik Ratio­na­li­tät im Kleide des Wahn­sinns. Das eine muß das andere miß­ver­ste­hen. Des­halb wer­den Ver­tre­ter des hei­li­gen Erns­tes der Komik stets mit Zorn begeg­nen. Und es ist ihr gutes Recht. Solange sie dies mit den­sel­ben Waf­fen wie Sati­ri­ker tun: mit Wort und Bild. Und nicht mit Maschi­nen­pis­to­len. Seit ges­tern gilt mehr denn je: Es lebe der Witz. Der kluge. Der platte. Jeder, der genü­gend Men­schen fin­det, die über ihn lachen. Und für alle, die ihn nicht mögen, sollte mehr denn je gel­ten: Ertragt ihn oder igno­riert ihn. Ihr wer­det der Komik nicht Herr! ”

Guten Morgen

Morgenkaffee

Peter Rich­ter war wie­der in sei­ner Hei­mat­stadt auf einer Demo und gewinnt in sei­nem dres­den­me­lan­cho­li­schen Text Pediga vor allem dies ab:

Isla­mis­mus­kri­tik­feind­lich­keit durch stumpfe Islam­be­pö­be­lung.

Pediga Dres­den hat mit Kat­rin Oer­tel ein Gesicht bekom­men. Und sie fragt, wieso die Presse bei Pediga aus­län­der­feind­li­che Hal­tun­gen aus­macht, das könne man im Posi­ti­ons­pa­pier der Bewe­gung nicht raus­le­sen. Reicht doch schon, wenn man das aus ihren eige­nen Äuße­run­gen raus­le­sen kann: Zur Frage nach dem Beleg ihrer These über zu viele Mus­lime in Sach­sen meint sie:

Es ist so, wir kön­nen das nicht bele­gen, und wir sagen ein­fach, dass es eine Dun­kel­zif­fer gibt, die erheb­lich ist.

Ich sehe da eher eine Däm­lich­keit, die erheb­lich ist.

Ame­ri­ka­ni­sche Medien haben viel mehr Angst als deut­sche Medien, die Kari­ka­tu­ren von Char­lie Hebdo zu ver­öf­fent­li­chen .

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Kann man Dres­den wohl noch mal umkrem­peln? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Ein Australier und sechs Alcopos

Die ver­tra­gen halt nix, die Aus­sis:

Guten Morgen

Morgenkaffee

Es sollte einen nicht ver­wun­dern, tut es aber doch. Im Nach­klapp zum Anschlag auf Char­lie Hebdo wird an vie­len Stel­len die Gele­gen­heit genutzt, ihn zur Baga­tel­li­sie­rung von Pediga und als Abseg­nung von Islam-​Kritik zu benut­zen. Stell­ver­tre­tend tut dies auch Had­mut Danisch. So ein Ver­hal­ten ist schlicht ärger­lich, und um den Punkt noch­mal klar zu machen, wie­der­hole ich mal, was ich dort eben hin­ter­las­sen habe:

Pegida allein damit zu cha­rak­te­ri­sie­ren, die Bewe­gung “kri­ti­siert den Islam” ist mei­nes Erach­tens grob ver­fehlt. Das ist doch kein Sonn­tag­nach­mit­tags­de­bat­tier­club. Pediga hetzt. Pediga spricht die Ängste von Men­schen an, die auf Grund eines Man­gels anfäl­lig sind für Argu­mente wie “Die wol­len uns an den Kra­gen”. Es geht nicht um eine sach­li­che Annä­he­rung, es geht nicht um Aus­ein­an­der­set­zung. Es geht um den tum­ben Ver­nich­tungs­wil­len des­sen, wovon man glaubt, es sei Ursprung eige­ner Angst, in die­sem Fall: Das, was mich und die Mei­ni­gen ver­nich­ten will. Wie der Ein­zelne da instru­men­ta­li­siert wird, wie auf­ge­wie­gelt wird, ent­geht den Meis­ten. Es ist schlicht ein­fäl­tig, Pediga auf dem Rücken des Anschlags gegen Char­lie Hebdo zu baga­tel­li­sie­ren.

Und das Prin­zip, alles über einen Kamm zu sche­ren, sollte man viel­leicht auch mal kri­tisch sehen. Es besteht ein Unter­schied darin, ob ich mit den Mit­teln der Kari­ka­tur öffent­li­ches Ver­hal­ten kri­ti­siere oder ob ich unter dem Deck­man­tel von Mei­nungs­frei­heit hetze.

Hierzu pas­send: Sab­rina Gais­bauer erklärt, wie man Men­schen mit kol­lek­ti­ver Angst für Kam­pa­gnen gewinnt .

Lars Rei­neke wird beim Tages­spie­gel miss­ver­stan­den, bloggt dar­über und der Tages­spie­gel reagiert dar­auf. Schön zu sehen, dass es sol­che Reak­tio­nen bei Zei­tun­gen gibt. Es ging darum, dass Chris­to­pher Lauer eine Bera­tungs­tä­tig­keit für den Axel-​Springer-​Konzern wahr­nimmt. Muss ja jeder sel­ber wis­sen, an wen er sich ver­kauft.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Darf man eigent­lich mal auf eine intel­li­gente poli­ti­sche Kam­pa­gne hof­fen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 7. Januar 2015

Knöllchen

So, mal wie­der die Blo­groll aus­ge­mis­tet. Ergeb­nis nach etwas mehr als einem Jahr: 3 Abgänge, davon ein Kick, zwei Zugänge, zwei Lin­k­än­de­run­gen. Schön zu sehen, dass viele dem Blog­gen treu blei­ben.

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