Guten Morgen allerseits!
Lesezeichen vom 13. Oktober 2014
Lesezeichen von heute
Kaffeeschlürfer 7: Provinzmob
Mary Scherpe — An jedem einzelnen Tag

buchleserMary Scherpe ist eine bekan­nte Mode­blog­gerin. Und sie hat einen Stalker. Der schickt ihr tagtäglich irgendwelche Dinge, mis­cht sich in ihre Pri­vatleben ein, kon­tak­tiert Fre­unde, ver­folgt sie. In diesem Buch schreibt sie nieder, was passiert ist. Wie sie ver­sucht hat, ihn zu brem­sen, ihn zu ver­ste­hen, ihm zu helfen. Wie sie scheit­erte und wie es ihr zusetzte.

Die Stärke des Buches ist, dass Scherpe nicht in fem­i­nis­tis­che Klis­chees abwan­dert, ihre eigene Rolle nicht merk­lich schön­schreibt und sprach­lich sehr gut for­muliert. So ist der Leser erstaunt, was ihr alles wieder­fährt, aber auch irri­tiert, weswe­gen sie ihn vor Fre­un­den ern­sthaft als Affäre kaschiert oder ver­sucht, sich seines Prob­lems anzunehmen.

Das Buch ist nicht moral­isierend, nicht objek­tiv, aber offen und schildert, wie Stalk­ing heutzu­tage von­stat­tengeht. Und es ist ein Plä­doyer dafür, sich zu wehren, wenn man ange­gan­gen wird.

Mary Scherpe, An jedem einzel­nen Tag. Mein Leben mit einem Stalker, Bastei Lübbe, 14,99€ (gebun­dene Ausgabe)/ 11,99€ (eBook)

Guten Morgen

Morgenkaffee

Der erste Blog feiert dieser Tage seinen 20. Geburt­stag und John Naughton grat­uliert Erfinder David Winer hierzu.

Das Küchen­ra­dio stellt das Pro­jekt Berlin in den 90ern vor.

In Ital­ien gibt es jetzt auf’s Brot stre­ich­bares Bier.

Und während ich mir die Frage stelle: Fra­gen die Polizis­ten bei der Kon­trolle bald, ob man gefrüh­stückt habe? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 12. Oktober 2014
Lesezeichen von heute
  • Frank­furter Buchmesse schrumpft weiter
  • Wie der Min­dest­lohn tat­säch­lich die Presse­frei­heit gefährdet Manchen Ver­la­gen wird ihr Lob­by­is­mus für die Aus­nahme von Zeitungs­boten vom Min­dest­lohn zum Schuss ins eigene Knie: “Men­schen, die sich für niedrig qual­i­fizierte Arbeit inter­essieren, machen einen Bogen um Zeitungsboten-Jobs, weil sie ander­swo den Min­dest­lohn bekom­men, dort aber nicht. ”
  • flohmark­t­nachtwache Was ich heute auf dem Flohmarkt für eine Orig­i­nalkopie erstand.
  • Umdenkmal Kon­stan­tin Klein plädiert für das Been­den der dig­i­talen Unmündigkeit: “Wir kön­nen uns auf nie­mand ver­lassen außer uns selbst. Und auch das geht nur, wenn wir informiert und bewusst an die Sache herange­hen. Als emanzip­ierte Bürger der Emanzipationsgesellschaft.”
  • Enten­zun­gen online Wie merk­würdig es manchen erscheint, das Netz zu nutzen.
  • BND-Untersuchungsausschuss: Schüchtert der Bun­destag Medien ein? “Ein Polizist des Bun­destages war abgestellt, im BND-Ausschuss den Netzpolitik-Blogger Andre Meis­ter zu beobachten. Missver­ständ­nis? Vielle­icht. Auf jeden Fall bedenklich.”
Lesezeichen vom 11. Oktober 2014
Lesezeichen von heute

Knöllchen

Auf ein Neues: Nach­dem mein bish­eriger Provider wohl nicht so die Lust hatte, mir zu erk­lären, wieso die Aufrufzeiten dieser Seite mitunter so langsam sind, dass ein 500er Fehler angezeigt wird, bin ich mal fix umge­zo­gen. Bis­lang läuft hier alles zufrieden­stel­lend. Die Wer­tun­gen auf web­hostlist waren so gut, dass ich ger­ade auch sehr ges­pannt bin, wie gut es mit ihm läuft.

Lesezeichen vom 9. Oktober 2014
Lesezeichen von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

Kathy Sierra hat ihre Hal­tung zu Trollen niedergeschrieben. Der Text hat mich an eine merk­würdige Episode mit einem Troll von Julia Seel­iger erin­nert. Damals hatte ich irgend­wie einen kri­tis­chen Artikel zu Julia Seel­iger geschrieben und der wurde ohne Anfrage auf irgen­deinem anony­men Blog veröf­fentlicht. Ich schrieb den Blog­be­treiber an, dass ich das nicht wün­sche. Er kam dem, so weit ich noch weiß, nicht nach son­dern meinte, so eine Art Ver­brüderung anzetteln zu kön­nen, Brüder im Geiste und so, weil Julia Seel­iger gestoppt wer­den müsse. Genau diese Ansicht hat der Text von Kathy Sierra wieder in mir wachgerufen und insofern finde ich ihren Text ziem­lich gut, wenn ich auch ihre dystopis­che Schlussfol­gerung nicht teilen mag. (Dem Troll damals habe ich zumin­d­est ver­bal ent­ge­genge­hal­ten, aber der war so hin­ter einer Wand, da war nicht viel zu machen.)

Und während ich mir die Frage stelle: Ist “Troll” eigentlich ein Kampf­be­griff? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 8. Oktober 2014
Lesezeichen von heute

Oktober 2014
M D M D F S S
« Sep    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
Vor 5 Jahren