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Scherpe, Mary – An jedem einzelnen Tag

buchleserMary Scherpe ist eine bekannte Mode­blog­ge­rin. Und sie hat einen Stal­ker. Der schickt ihr tag­täg­lich irgend­wel­che Dinge, mischt sich in ihre Pri­vat­le­ben ein, kon­tak­tiert Freunde, ver­folgt sie. In die­sem Buch schreibt sie nie­der, was pas­siert ist. Wie sie ver­sucht hat, ihn zu brem­sen, ihn zu ver­ste­hen, ihm zu hel­fen. Wie sie schei­terte und wie es ihr zusetzte.

Die Stärke des Buches ist, dass Scherpe nicht in femi­nis­ti­sche Kli­schees abwan­dert, ihre eigene Rolle nicht merk­lich schön­schreibt und sprach­lich sehr gut for­mu­liert. So ist der Leser erstaunt, was ihr alles wider­fährt, aber auch irri­tiert, wes­we­gen sie ihn vor Freun­den ernst­haft als Affäre kaschiert oder ver­sucht, sich sei­nes Pro­blems anzu­neh­men.

Das Buch ist nicht mora­li­sie­rend, nicht objek­tiv, aber offen und schil­dert, wie Stal­king heut­zu­tage von­stat­ten­geht. Und es ist ein Plä­doyer dafür, sich zu weh­ren, wenn man ange­gan­gen wird.

Mary Scherpe, An jedem ein­zel­nen Tag. Mein Leben mit einem Stal­ker, Bas­tei Lübbe, 14,99€ (gebun­dene Ausgabe)/ 11,99€ (eBook)

Guten Morgen

Morgenkaffee

Der erste Blog fei­ert die­ser Tage sei­nen 20. Geburts­tag und John Naugh­ton gra­tu­liert Erfin­der David Winer hierzu.

Das Küchen­ra­dio stellt das Pro­jekt Ber­lin in den 90ern vor.

In Ita­lien gibt es jetzt auf’s Brot streich­ba­res Bier.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Fra­gen die Poli­zis­ten bei der Kon­trolle bald, ob man gefrüh­stückt habe? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 12. Oktober 2014

Lesezeichen von heute

Lesezeichen vom 11. Oktober 2014

Lesezeichen von heute

Knöllchen

Auf ein Neues: Nach­dem mein bis­he­ri­ger Pro­vi­der wohl nicht so die Lust hatte, mir zu erklä­ren, wieso die Auf­ruf­zei­ten die­ser Seite mit­un­ter so lang­sam sind, dass ein 500er Feh­ler ange­zeigt wird, bin ich mal fix umge­zo­gen. Bis­lang läuft hier alles zufrie­den­stel­lend. Die Wer­tun­gen auf web­host­list waren so gut, dass ich gerade auch sehr gespannt bin, wie gut es mit ihm läuft. 

Lesezeichen vom 9. Oktober 2014

Lesezeichen von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

Kathy Sierra hat ihre Hal­tung zu Trol­len nie­der­ge­schrie­ben. Der Text hat mich an eine merk­wür­dige Epi­sode mit einem Troll von Julia See­li­ger erin­nert. Damals hatte ich irgend­wie einen kri­ti­schen Arti­kel zu Julia See­li­ger geschrie­ben und der wurde ohne Anfrage auf irgend­ei­nem anony­men Blog ver­öf­fent­licht. Ich schrieb den Blog­be­trei­ber an, dass ich das nicht wün­sche. Er kam dem, so weit ich noch weiß, nicht nach son­dern meinte, so eine Art Ver­brü­de­rung anzet­teln zu kön­nen, Brü­der im Geiste und so, weil Julia See­li­ger gestoppt wer­den müsse. Genau diese Ansicht hat der Text von Kathy Sierra wie­der in mir wach­ge­ru­fen und inso­fern finde ich ihren Text ziem­lich gut, wenn ich auch ihre dys­to­pi­sche Schluss­fol­ge­rung nicht tei­len mag. (Dem Troll damals habe ich zumin­dest ver­bal ent­ge­gen­ge­hal­ten, aber der war so hin­ter einer Wand, da war nicht viel zu machen.)

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Ist “Troll” eigent­lich ein Kampf­be­griff? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 8. Oktober 2014

Lesezeichen von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

In Eng­land spe­ku­liert man auf Grund eines Tweets von J.K. Row­ling über wei­tere Harry-​Potter-​Geschichten.

Die AfD hat in Sachsen-​Anhalt einen schi­cken rech­ten Skan­dal.

Öfters mal Zyg­munt Bau­man lesen:

RACK: Die Pointe Ihrer Argu­men­ta­tion aber ist, daß die kon­su­mis­ti­sche Struk­tur unse­rer Gesell­schaft auf die Men­schen selbst zurück­schlägt: Sie model­lie­ren sich nach der Form von Waren.

BAUMAN: Die Macht der Macht­lo­sen in der kon­su­mis­ti­schen Gesell­schaft ist der Kon­sum. Men­schen sind nicht von vorn­her­ein und in allem deter­mi­niert, sie haben die Mög­lich­keit, sich selbst zu erschaf­fen, sich selbst zu defi­nie­ren. Diese Macht rea­li­sie­ren sie, indem sie sich ins Markt­ge­sche­hen ein­mi­schen, indem sie ein­kau­fen und kon­su­mie­ren und dadurch eine bestimmte gesell­schaft­li­che Posi­tion ein­neh­men. Aber es geht beim Kon­sum – wie man nai­ver­weise viel­leicht anneh­men könnte – nicht um den Besitz von Din­gen. Die kon­su­mis­ti­schen Ver­hal­tens­mus­ter beru­hen nicht auf dem Wunsch, immer mehr zu besit­zen, son­dern auf der Sehn­sucht nach dem schnel­len und ste­ti­gen Wech­sel. Die Ver­lo­ckun­gen des kon­su­mis­ti­schen Lebens­stils ent­sprin­gen dem beschleu­nig­ten Ver­al­ten der Dinge, also man muß sie umge­hend wie­der los­wer­den.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Kann man eigent­lich sinn­stif­tend zwi­schen ‘Kaf­fee kon­su­mie­ren’ und ‘Kaf­fee­kon­sum betrei­ben’ unter­schei­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Lesezeichen vom 7. Oktober 2014

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