Guten Morgen allerseits!
Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Edathy-Affäre zählt wohl zu den skuril­sten Affären, die die deutsche Poli­tik in den let­zten Jahren zu bieten hat. Und warum der Friedrich noch im Amt ist, erschließt sich mir nicht. Vielle­icht ist es mit Fefe erk­lär­bar, der meint

Ich glaube aber nicht, dass Friedrich irgendwelche Kon­se­quen­zen befürchten muss. Dem glaubt doch jeder sofort, dass er gar nicht durch­blickt hat, was er da getan hat.

Chris­t­ian Rath schreibt süff­isant zur unsäglichen Edathy-Affäre:

natür­lich ist auch eine polizeiliche Infor­ma­tion im Vor­feld eines Ver­dachts schon ein Dien­st­ge­heim­nis, das ein Innen­min­is­ter nicht ohne rechtlich tragfähi­gen Grund weit­ergeben darf. […] Wer einem Verdächti­gen, der offen­sichtlich vom Ver­dacht weiß, noch zwei Monate Zeit gibt, bis eine Haus­durch­suchung stat­tfindet, braucht sich über einen man­gel­nden Über­raschungsef­fekt nun wirk­lich nicht zu beschweren.

Und während ich mir die Frage stelle: Welches Bauer­nofer nun wohl dran glauben muss? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Jens Scholz hat heute mor­gen schon wun­der­schön musiziert.

Fefe hält den Gerüchten um die Kinder­pornoaf­färe von Sebas­t­ian Edathy Gerüchte ent­ge­gen, die die Staat­san­waltschaft in schlechtes Licht stellen würden.

Ste­fan Nigge­meier wun­dert sich über Josef Joffes Kri­tik an der Kri­tik aus dem Netz. Man muss aber Joffe weder lesen noch verstehen.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die etwa die Feuil­leto­necke beim Per­len­taucher eingestellt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Sehr lustig, was Ste­fan Nigge­meier da aufge­fallen ist: Die Süd­deutsche Zeitung schreibt über eine Rüge des ZDF-Publikumsrates bezüglich Markus Lanz. Nur: Es gibt gar keinen ZDF-Publikumsrat. Das erin­nert ein wenig an den Preis der belei­digten Zuschauer.

Der SPD-Politiker und ehe­ma­lige Vor­sitzende des NSU-Untersuchungsauschusses Edathy steht unter dem Ver­dacht des Besitzes von Kinderpornographie.

Felix Mag­ath weiß, worum es beim HSV jetzt geht: Den Kassen­er­halt.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist diese boden­lose Fernse­hbesabbelung mal der Tod der etablierten Presse? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 8. Februar 2014
Lesezeichen von heute
Ich hab mir 3 Bier geholt

Dafür hätte er sich dann die Pillen verkneifen sollen:

Buddypress als Blog übergreifendes Netzwerk

Thomas hat beim WP-Magazin vor eini­gen Jahren schon mal berechtigter Weise kri­tisiert, dass Bud­dy­press in sich ver­schlossen bleibt und die Mäglichkeit, sich zu anderen Blogs net­zw­erkar­tig zu vernküpfen nicht besteht:

Viel inter­es­san­ter wäre es, wenn man durch einige Plu­g­ins (was Bud­dy­Press ja ist, eine Plu­g­in­samm­lung) einen nor­malen Word­Press Blog zum Social Net­work aus­bauen kann! So kön­nte ich nach der Instal­la­tion von “Bud­dy­Press” nicht nur Den­nis hinzufü­gen, son­dern auch alle anderen Word­Press Blogs die “Bud­dy­Press” als Plu­gin instal­liert haben. Jeder einzelne Blog­ger kön­nte mit seinem eige­nen Word­Press Blog sich in ein riesiges Social Net­work inte­gri­eren – ohne sich nochmal irgendwo anders und auf einem frem­den Web­Server zu reg­istri­eren. Sachen wie Microblog­ging wür­den sich sicher­lich auch mit inte­gri­eren oder sogar autonom von Twit­ter oder Iden­tica umset­zen lassen.

Heute mor­gen fiel mir ein, dass es ja ein Plu­gin zur Inte­gra­tion von RSS-Feeds gibt. Damit kön­nte man ja immer­hin Nutzer anderer Bud­dy­presses in die eigene Time­line ziehen. Aber ach, das Plu­gin ist nicht mehr up to date und funk­tion­iert nicht.

Lesezeichen vom 7. Februar 2014
4530

Ich habe mir mein eigenes, soziales Net­zw­erk gebastelt: 4530, für meinen Heimat­stadt­bere­ich, dessen frühere Postleitzahl das gewe­sen ist. Für ander­sverortete Bekan­nte gibt es entsprechend leute.tecklenblog.de bzw. leute.düsselblog.de.

Ich hatte ja, ehrlich gesagt, erwartet, dass man sich unter den Bud­dy­pressen miteinan­der ver­net­zen kön­nte, da das auch früher schon mal angedacht gewe­sen ist. Allerd­ings ist das wohl bis heute nicht bew­erk­stel­ligt wor­den. Sehr schade.

Dafür kosten Plu­g­ins ordentlich Kohle, die eigene Ein­träge nach Face­book cross­posten. Damit scheint man wohl ger­ade Schot­ter machen zu kön­nen. Sei’s drum, ich tummle mich nun dort, und weniger in kom­merziellen Alter­na­tiven — genau das, was ich grund­sät­zlich 2014 vorhatte.

Lesezeichen vom 4. Februar 2014
30 Jahre RTL

Ich habe mir die lange Fernsehkritik.tv-Folge mit Hans Meiser und dann auch noch das Inter­view von Hel­mut Thoma im ARD-Morgenmagazin ange­se­hen und unterm Strich war ich etwas ent­täuscht, wie wenig die da auf die Hal­tung der aktuellen RTL-Führung einge­droschen haben. Beide waren ja in der Jubiläumssendung nicht in per­sona vertreten. Geert Müller-Gerdes, Linda de Mol, Sig­mar Sol­bach, Harry Wijn­vo­ord, Mar­ijke Amado, Karl Dall, Jochen Busse, Marielle Mil­low­itsch, Olaf Kracht dann wohl auch nicht. Stattdessen holen sie alle Trash-Nasen ins Stu­dio, die die let­zten 15 Jahre ver­bockt haben.

Ander­er­seits war RTL abge­se­hen von Sendun­gen wie Wie bitte?, Sam­stag Nacht und 7 Tage, 7 Köpfe auch nie mein Sender. Ich habe deren Spielshows, Vor­führshows, Daily Talks, Nachricht­ensendun­gen und son­sti­gen Pro­letensendun­gen nie ver­folgt. Mich hat das Pro­gramm nie gepackt, nie mit­ge­zo­gen, nie intellek­tuell gefordert. Wieso sollte das in einer Nach­be­tra­ch­tung der Macher auf ein­mal der Fall sein?

Aber Thoma kann auch anders, vielle­icht halt nicht unbe­d­ingt bei den Öffis, wie hier:

Bei den Pri­vaten gibt es keine große Zahl von Stellen mehr, die man eins­paren kön­nte. Also macht man das Pro­gramm möglichst bil­lig – wenig eigen­pro­duzierte Serien, viel Scripted Real­ity und Casting-Shows. Dafür hätte meine Vorstel­lung gar nicht aus­gere­icht, dass man stun­den­lang einem Immo­bilien­mak­ler oder einem Schuld­ner­ber­ater zuschauen kön­nte. Warum eigentlich nicht auch mal einer Toi­let­ten­frau? Die Leute gucken es, weil’s nicht viel anderes gibt. In der End­stufe des Sparens steht dann vielle­icht das ani­mierte Testbild.

[S]prechen Sie mal mit all den ambi­tion­ierten Pro­duzen­ten, die in den let­zten Jahren Pleite gegan­gen sind. Sprechen Sie mal mit den aktiven Pro­duk­tions­fir­men – da jam­mern sich alle die Hucke voll, weil von Seiten der pri­vaten Sender weit­ge­hend Still­stand herrscht. Sprechen Sie mit den unab­hängi­gen Klein­sendern, die am Rande der Exis­tenz dahin­veg­etieren, weil die bei­den Großen immer neue Sender abson­dern. Das ist doch das Ergeb­nis dieses Duop­ols! Wobei man den bei­den Grup­pen selbst gar keinen Vor­wurf machen kann. Deren Ziel ist halt, möglichst hohe Gewinne und Ren­diten zu erwirtschaften. Aber da muss doch irgend­wann mal die ord­nungspoli­tis­che Hand ein­greifen! […] Da muss man klipp und klar sagen: Zer­schlagt die Senderfamilien!

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