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Artikel-Schlagworte: „Tatort Internet“

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der “Prinz Charles der deutschen Ver­leger­dy­nas­tien” will zurück­treten: Nach der Blogtroll-Affäre bei Ste­fan Nigge­meier hat Kon­stan­tin Neven Dumont seinen Rück­zug aus dem Ver­lag in Aus­sicht gestellt.

Wolf­gang Schäu­ble meldet sich zurück und lehnt die aktuelle Kon­ser­vatismus­de­batte in der CDU ab.

Poli­tiker von CDU und FDP haben starke Kri­tik am RTL-2-Format Tatort Inter­net gepbt: CDU-Politikerin Sabine Ver­heyen sagte, die Sendung schüre auss­chließlich Äng­ste ohne den Gefährde­ten zu helfen.

Und während ich mir die Frage stelle: Ber­tels­mann, DuMont… welche großen Medi­enun­ternehmen haben eigentlich fähi­gen Nach­wuchs? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Meine Güte, es melden sich aber auch immer die Richti­gen: Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigew­erkschaft hat sich gemeldet und gemeint, dass die Sendung Tatort Inter­net abso­lut richtig sei. Das ist der­selbe Rainer Wendt, der gemeint hat, was dieser Polizist erzählt, sei absoluter Unsinn.

Den Stuttgart-21-Gegnern wird gerne vorge­wor­fen, sie hät­ten sich früher in den poli­tis­chen Prozess ein­brin­gen sollen, nicht erst jetzt. Das aber ist hin­terlistig unter­bun­den wor­den, sagt Andreas Ziel­cke bei der Süddeutschen.

Nessys Kol­le­gin hat raus, wie Män­ner funk­tion­ieren.

Ste­fan Nigge­meier hängt die nicht neue Kri­tik an Gun­nar Schu­pelius an dessen Ver­wen­dung des Begriffs Migrant auf, das von keinem Fach­wis­sen getrübt ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Ste­hen Polizeigew­erkschaften eigentlich in dem­sel­ben Ruf wie alle Gew­erkschaften? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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BR Kontrovers zu Stephanie Guttenbergs Zusammenarbeit mit RTL2

Das Thema Tatort Inter­net ist noch nicht ganz abge­grast: Das Mag­a­zin Kon­tro­vers hat vor Kurzem einen inter­es­san­ten Bericht gesendet. Über­haupt macht der Bayrische Rund­funk in let­zter Zeit lobenswert kri­tis­che Formate.

In diesem Bericht kom­men so Perlen vor wie der Hin­weis von RTL2 auf seine Gebote an Eltern und Kinder — Moses lässt grüßen. Macht doch gle­ich ne Kirche auf! Zudem hat Ste­fanie Gut­ten­berg die CDU-Maxime geschnallt, dass man eine Vorge­hensweise dadurch super begrün­den kann, dass man sagt, sie sei alter­na­tiv­los — ohne Alter­na­tiven auch nur irgend­wie angedacht zu haben:

Putzig ist ja auch die Frage, wie sie dazu stehe, dass die von ihr mit­präsen­tierte Sendung auf dem Tit­tensender RTL2 läuft. Dies sei neben­säch­lich. Wenn das keine Spitzen­rhetorik ist, dann weiss ich es auch nicht. Deklar­i­eren sie alles für neben­säch­lich, was sie nicht beant­worten kön­nen oder wollen und die Sache, für die sie stre­iten ist bomben­fest. Dazu sollte man auch Gespräche mit kri­tis­chen Men­dien ablehnen, wie Frau Gut­ten­berg es tut, indem man Urlaub, Ter­mine oder gar nichts vorschiebt, während man für die Springer­presse erre­ich­bar ist.

Was ich noch sagen wollte… zur Rezeption von Tatort Internet durch Bild.de und Welt.de

Wann immer Vertreter der Springer­presse wie Math­ias Döpfner wieder lau­thals rumkrake­len, dass der Qual­ität­sjour­nal­is­mus in Gefahr sei, sollte man sich in Erin­nerung rufen, wofür die Springer­presse eigentlich so steht. Und man sollte das Lachen nicht vergessen, denn mit Qual­ität­sjour­nal­is­mus hat das alles her­zlich wenig zu tun.

Ger­ade kann man auch ein merk­würdi­ges Schaus­piel der Springer­presse miter­leben: Springer-Zeitung Bild ist für die Sendung Tatort Inter­net und Springer-Zeitung Die Welt ist dage­gen. Von Anfang an. Das ist das Risiko, wenn man sich für ein Pro­jekt mit der Bildzeitung ver­brüdert, wie Vertei­di­gungsmin­is­ter­gat­tin Gut­ten­berg es getan hat: Von der Bildzeitung wird einem der Rücken frei gehal­ten, während Die Welt fröh­lich frontal attack­iert.

Nun darf man sicher­lich in unter­schiedlichen Zeitun­gen unter­schiedliche Mei­n­un­gen vertreten. Aber ob die unter­schiedliche Mei­n­ungsvertre­tung wirk­lich ganz allein von den Jour­nal­is­ten kommt, das ist zu bezweifeln. Beze­ich­nend ist, wie Die Welt bei dieser Schmierenkomödie gän­zlich unter den Tisch fallen lässt, wie die Bildzeitung diese Sendung flankiert, wie sie maßge­blich Teil dieser obskuren Kam­pagne ist. Die Bildzeitung, das ver­wun­dert weniger, ignori­ert sämtliche Kri­tik am Fernse­hfor­mat und lässt sämtliche Kri­tiker der Fehler des For­mats für Beschützer von pädophilen Straftätern da stehen.

Für so eine Kri­tik braucht eine Zeitung ja nicht selbst einzuste­hen. Wie gut, dass man eigene Wer­be­fig­uren hat wie Til Schweiger, die so eine Dreck­sar­beit erledigen.

Es geht der Springer­presse schlicht nicht um Qual­ität­sjour­nal­is­mus. Es geht um’s Verkaufen. Qual­ität­sjour­nal­is­mus ist im Hause Springer lediglich ein Syn­onym von Verkauf­szahlen. Und die Poli­tik soll doch bitteschön dabei helfen, dass die Verkauf­szahlen akzept­abel bleiben. So gese­hen ist Tatort Inter­net in den Worten der Springer­presse mehr ein Angriff auf das Inter­net als auf pädophile Straftäter.

Das alles macht kein anderer Ver­lag so — nur die Springer­presse. Schreiben tun darüber nur Blogs, keine Zeitun­gen. Und wo? Im Internet.

Caritasverband fordert Absetzung von Tatort Internet

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Vor 5 Jahren